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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue35.2001 (Rights reserved)

Ausland THEMEN So veranstaltete im Rahmen eines internationalen Kongresses der Universität Peking das Goethe-Institut zusammen mit der Bibliothekarischen Auslands- stelle 1998 ein Seminar mit der Staatsbibliothek Stiftung Preußischer Kultur- besitz (Dr. Walravens) und der Niedersächsischen Staats- und Universitäts- bibliothek Göttingen (R. Eck). Beide Bibliotheken sind in China bekannt und beide verfügen über Erfahrungen im Angebot von zentralen Dienstleistungen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Diskussion über nationale und internationale Kooperation (auch am Beispiel der Funktionen und Möglichkei- ten der ISBN) wurde daher von diesen beiden Fachleuten aus Deutschland gut vertreten. Leider zeigte sich bei diesem Seminar, dass die angestrebte europäische Ko- operation bei der Zusammenarbeit mit China gerade auch zwischen Deutsch- land und China (auf die wir anfangs hingewiesen haben) durch Konkurrenz innerhalb der europäischen Länder bedroht sein kann, eine Situation, die sich keiner wünschen kann. Das Ehemalige Deutsche Bibliotheksinstitut blieb auch weiterhin Ansprech- partner chinesischer Fachleute bei Anfragen, Informationswünschen und or- ganisatorischen Hilfen. Gerade Länder, die mit Ernsthaftigkeit die Neuorgani- sation und den Ausbau ihres Bibliotheks- und Informationssystems wünschen (und dazu gehört China), versuchen sich vor Ort international zu informieren und so besuchten verschiedene Delegationen Deutschland im Zusammen- hang mit Besuchen anderer europäischer Länder, in erster Linie Belgien, wenn solche Delegationen auch bei den Behörden der EU in Brüssel vorstellig werden wollten.22 Im Rahmen des Projektes einer digitalen Bibliothek23 besuchte im Herbst des Jahres 2000 eine chinesische Delegation Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Die Anbindung der wissenschaftlichen Bibliotheken und der gro- ßen Regionalbibliotheken in das Internet mit der Maßgabe eines Document 22 So besuchte eine Delegation der Nationalbibliothek Peking und der neu eröffneten Shanghai-Bibliothek die Bundesrepublik. Die Notwendigkeit eines solchen An- sprechpartners ergibt sich schon aus den Kontakten mit der Botschaft wegen der Ausstellung der Visa. 23 S. China aktuell 4/2000: iDie Bibliothek soll demnächst Lesern in ganz China und in aller Welt zugänglich sein. In die digitale Bibliothek sollen die Bestände der chinesi- schen Nationalbibliothek, der größten Asiens und der fünftgrößten der Welt, sowie zahlreicher anderer Bibliotheken, darunter Akademieinstitute, Museen, Gedenkstät- ten u.s.w. eingestellt werden. Auch einige Sammlungen aus Hongkong, Taiwan und Singapur sollen aufgenommen werden. Federführend ist das Kulturministerium.,, BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 10 1293
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