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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue35.2001 (Rights reserved)

Ausland THEMEN kannt wie ein bunter Hund. Und es steht am Anfang einer langen beliebten Tradition französischer Staatsmänner, sich während ihrer Regierungsperioden unvergängliche Denkmäler zu setzen. (Heute ist das der Öffentlichkeit vor al- lem durch den Bau der neuen Nationalbibliothek am linken Seineufer bewußt. Die Bibliothèque nationale de France war - im Jahre 1995 von Francois Mit- terrand eröffnet - die letzte Realisierung seiner großen Bauprojekte, ,,les Grands Travaux".) Am 1. Januar des neuen Milleniums wurde das gesamte Zentrum Georges Pompidou ­ darüber ist laut und viel berichtet worden - nach über zweijähriger Renovierungs- und Umbauarbeit wiedereröffnet. Grund für die Schließung war der desolate Zustand des Gebäudes. Nach fast 25 Jahren täglichen Ansturms von 25.000 Menschen war mehr als der Lack ab - eine Besucherzahl mit der zu Beginn niemand rechnete. Das Zentrum wurde schließlich vollständig ent- kernt und sein Innenleben neu gestaltet. Die Mission der Bibliothek und ihre Prinzipien aus Gründertagen haben noch immer Gültigkeit. Eine enzyklopädische, aktuelle, für alle frei zugängliche Referenz- und Prä- senzbibliothek soll sie sein. Ebenso steht sie im Austausch mit nationalen und internationalen Bibliotheken und kulturellen Einrichtungen. Ihren Auftrag hat sie gegenüber ihrem Publikum und gegenüber den anderen Partnern des Centre Pompidou ­ Musée national d'art moderne (MNAM) und Institut de re- cherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) - zu erfüllen. Sie besitzt den Status einer Nationalbibliothek, neben der mächtigen Schwester BnF, und 3 ist ergo abhängig vom Kulturministerium , genauer von der Abteilung Direction du livre et de la lecture (DLL). Bernard Huchet, Verantwortlicher der Abteilung für kulturelle Veranstaltungen der Bpi, erklärt: ,,Die Bpi hatte auch die Aufgabe inne, eine Avantgarde-Bibliothek zu sein, ein Laboratorium, in dem die Möglichkeit bestehen sollte, neue Formen von Be- ziehungen zwischen Publikum und Bibliothek auszuprobieren. Diese Rolle hat sie in den 80er Jahren erfolgreich verkörpert, aber die Weiterentwicklung der öffentlichen Bibliotheken hat sie etwas eingeholt, ohne das sie sich dessen wirklich bewußt ist. Heute behauptet sie diese Avantgarde-Stellung mehr oder weniger, aber ich glaube nicht, das dies seine Berechtigung hat. Es ist not- wendig ... präzise Ziele zu formulieren um einer solchen Mission besser Ge- nüge leisten zu können, indem man zum Beispiel ... die Realisierung eines digitalisierten ... Angebots, das sich auf das 20. Jahrhundert bezieht, weiter- verfolgt. Sie ist übrigens immer noch eine stark besuchte Bibliothek, jedoch 3 Ministère de la culture et de la communication BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 10 1277
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