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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN theken nach einem einheitlichen zentralen Zugangssystem zu Print- wie auch Onlinezeitschriften mit Volltextangebot zunächst nicht nachkam, wurde über ein DFG-Projekt die Elektronische Zeitschriftenbibliothek Regensburg als zentrale Datenbank elektronischer Volltextzeitschriften entwickelt, die heute 59 von 142 wissenschaftlichen Bibliotheken genutzt wird. Sie ist das zentrale Nachweisinstrument elektronischer Volltextzeitschriften mit der größten Nachweisdichte, in der im Mai 2001 9215 Zeitschriften erfasst waren, von de- nen lediglich 938 rein elektronisch erscheinen. Allein von Januar 2001 bis heute sind 861 Zeitschriften neu hinzugekommen, davon 350 frei zugänglich. Zweifellos eine beeindruckende Zahl, immerhin sind das knapp 50% der in wissenschaftlichen Bibliotheken relevanten Fachzeitschriften. Es ist geplant, eine Suche nach Aufsätzen in die elektronische Zeitschriftenbibliothek zu in- tegrieren d.h. in die Inhaltserschließung der Volltextdokumente zu investie- 60 ren. Nur so ist die EZB sinnvoll in künftige Bibliotheksportale integrierbar, die bibliographische und Volltextinformationen ohne Medienbruch unter einer ein- heitlichen Oberfläche anbieten. Mittlerweile wird organisatorisch wieder ver- eint, was zusammengehört: Um Doppeleintragungen zu vermeiden, erfolgt die Primärerfassung der bibliographischen Daten sowohl im Picaverbund des GBV als auch in Bayern in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und wird dann in die EZB Regensburg eingespielt. Gedruckte Zeitschriftenjahrgänge belegen in wissenschaftlichen Bibliotheken 25% des Magazinplatzes, und das parallel in allen Bibliotheken. Was lag also näher, als eine elektronische Speicherbibliothek für Zeitschriften mit verteilter Datenhaltung aufzubauen. Ziel der amerikanischen Initiative JSTOR (Journal Storage) ist neben der kooperativen Archivierung der Zeitschriften beteiligter Bibliotheken die bessere Erschließung durch differenziertere Suchmöglichkei- ten. Zurzeit können in JSTOR 147 überwiegend geisteswissenschaftliche Titel kostenpflichtig vom ersten Jahrgang an über Lizenzen bezogen werden. Ohne die Duldung der Verlage gelangen ,,intelligente" Lösungen wie diese jedoch nicht zur Marktreife. Bedingung war im Falle von JSTOR, dass jeweils die neuesten zwei bis fünf Jahrgänge noch nicht retrodigitalisiert werden. Inzwi- 61 schen beteiligen sich auch deutsche Bibliotheken an dem Projekt. In Investi- tionskosten der beteiligten Bibliotheken werden zum Teil dadurch aufgefan- gen, dass für nicht beteiligte Bibliotheken oder Endnutzer Gebühren für die Dokumentlieferung von Volltexten anfallen. Die neue Initiative der DFG zur 59 http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/about.phtml 60 Hutzler, Evelinde, ,,Elektronische Zeitschriften", S. 63. 61 BSB München, SUB Göttingen, Int. Zentrum f. Arbeit IZA, StUB Frankfurt, UB Mannheim, Max-Planck-Gesellschaft und die Universität Erfurt. BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 9 1055
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