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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung Web-Umfrage zur Benutzung von Card-Image Online- Katalogen Teil 1: Anlage und Durchführung der Befragung Otto Oberhauser Einleitung Unter der Bezeichnung ,,Card-Image Online-Kataloge" werden im folgenden jene auf den ersten Blick oft seltsam oder gar anachronistisch anmutenden, aber seit einigen Jahren immer häufiger anzutreffenden OPAC-Varianten zu- sammengefasst, die auf einer meist größeren Menge eingescannter (digitali- sierter) Katalogzettel und einem mehr oder weniger komfortablen und leis- tungsfähigen Blätter- oder Such-Mechanismus basieren. OPACs dieser Art werden auch als ,,elektronische Zettelkataloge", ,,digitalisierte Kartenkataloge" oder oft, wenn auch unpräzise, schlicht als ,,Image-Kataloge" bezeichnet. Im Englischen hat sich bislang kein Standardterminus durchgesetzt;1 in Analogie zu ,,OPAC" wurde kürzlich das Akronym ,,CIPAC" (Card-Image Public Access Catalogue) vorgeschlagen.2 CIPACs werden in aller Regel als Alternativen zur Retrokonversion im herkömmlichen Sinn (Retrokatalogisierung) eingesetzt, sowohl als Interims- als auch als Dauerlösungen. Wie erst jüngst wieder ein- drucksvoll vorgerechnet wurde,3 können dadurch Zeit und vor allem finanzielle Mittel in beträchtlichem Ausmaß eingespart werden; oft handelt es sich für die betreffenden Bibliotheken um die einzige realisierbare Konversionsmöglich- keit. Obwohl der erste große Card-Image Online-Katalog 1994 in den USA in Betrieb genommen wurde,4 haben seitdem fast ausschließlich Bibliotheken in Kontinentaleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechische Repu- blik) derartige CIPACs realisiert.5 Bekannte Beispiele, die auch das Leistungs- spektrum und die Variationsbreite dieses Katalogtyps widerspiegeln, sind etwa 1 Bisher: "Electronic Card Catalog" (Princeton University Library), "Card Catalogue Online" (British Library of Political & Economic Science). 2 von Denis Reardon, University of Central England in Birmingham. 3 im Zusammenhang mit der Konversion von 7,75 Millionen Karten der großen wis- senschaftlichen Bibliotheken des Landes Hessen, vgl. Dugall (2001). 4 an der Princeton University (6,5 Millionen Karten), vgl. Henthorne (1995). 5 In Grossbritannien ist erst im Vorjahr an der London School of Economics (British Library of Political & Economic Science ) der erste größere Katalog dieser Art in Be- trieb genommen worden. 1014 BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 9
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