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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung denziell der Umfrage, die von der Bibliothek der ETH Zürich durchgeführt 5 wurde. Entsprechend ist der Anteil derjenigen, die auf die gedruckte Version verzichten würden, relativ hoch: er liegt für alle Fakultäten bei ca. 46% Differenziert nach Fakultäten sind die Wirtschaftswissenschaftler mit sogar 51% noch eher zu einem Umstieg bereit als die Naturwissenschaftler mit 44%. Dieses Ergebnis mag erstaunen, möglich wäre, dass die Nutzungsprobleme, und hier insbesondere die Qualität der Druckausgabe, für die Natur- wissenschaftler eine größere Bedeutung haben und entsprechend das Ergebnis beeinflussen. Rechnet man die Antworten unter ,,in Einzelfällen" noch zu den Ja-Antworten hinzu, wären über der Befragten bereit, auf die gedruckte Version zu verzich- ten. Diese Werte geben Anlass, über den derzeit noch praktizierten Doppel- bezug von gedrucktem und elektronischem Abo nachzudenken. Allerdings muß diesem Medienwechsel ein wohl überlegtes Konzept zugrundegelegt werden, das die Benutzerwünsche berücksichtigt, denn wie die Antworten auf Frage 9 zeigen, sehen nur knapp ein Drittel der Befragten in der Duckversion keinerlei Vorteile. Frage 9: Gründe für die Beibehaltung der gedruckten Version Abbildung 9 gibt eine Übersicht über die von den Befragten genannten Vorteile von gedruckten Zeitschriften. Rein statistisch wird für die gedruckte Version am häufigsten die Unabhängig- keit von der Rechnerausstattung ins Feld geführt, knapp gefolgt von der schnelleren Orientierung. Dieser Punkt ist allerdings wohl sehr subjektiv ge- färbt, denn unter Frage 10 wird häufig als einer der größten Vorteile der elekt- ronischen Version die bessere und schnellere Übersicht genannt. Mit einem gewissen Abstand folgen dann die Vertrautheit mit dem (gedruckten) Medium sowie die besseren Browsing-Möglichkeiten. In dieser Einschätzung gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Fakultäten. Aufschlussreich sind allerdings die darüber hinaus genannten Gründe, die für die gedruckte Version angeführt werden und die sehr ernst zu nehmen sind. Ein grundsätzliches und bisher noch weitgehend ungelöstes Problem der elektronischen Zeitschriften ist zweifelsohne die unsichere Archivsituation. 5 Über die Hälfte aller Befragten sind bereit, auf die gedruckte Version zu verzichten, sobald eine elektronische Version zur Verfügung steht. Nur 11% sprechen sich klar dagegen aus." A. Keller und W. Neubauer: Dienstleistungsangebote von Bibliothe- ken in elektronischer Form. Eine Benutzungsstudie der ETH -Bibliothek, In: nfd 50 (1999), S. 407- 412, hier S. 411) 1006 BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 9
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