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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung ber andererseits egal, ob es sich bei diesen Tippfehlern um Dreher, Auslas- sungen oder was auch immer handelt. Grundsätzlich gilt: Je intensiver Titelaufnahmen sachkompetent kontrolliert werden, desto geringer ist die Fehlerquote. Infolgedessen wird zum einen die intensive Nutzung von Fremddaten befürwortet und zum anderen aus den fol- genden Ausführungen der gesamte Sektor ausgeklammert, der Normdaten berührt: Diese Elemente der Titelaufnahmen entziehen sich zum einen weit- gehend einer maschinellen Kontrolle und sind zum anderen i.d.R. durch ein Normdaten-Update zu reparieren: Der Produktionsprozess von Normdaten ist hochgradig kontrolliert; Normdaten erfreuen sich daher einer hohen Anerken- nung. - Im Folgenden soll im Wesentlichen die Ermittlung von Tippfehlern (I.), am Rande der Umgang damit (II.) thematisiert werden. I. Die Ermittlung von Tippfehlern Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Methoden, Tippfehler in Bibliothekska- talogen zu ermitteln: Zufallstreffer, Recherchen aufgrund eines bestimmten, (etwas) generalisierbaren Anfangsverdachts (für Spezialbibliotheken: in be- sonders sensiblen Katalogsegmenten) und der Abgleich mit autorisierten Wör- terbüchern. Zunächst zu den Zufallstreffern: Wenn bei einer Katalogrecherche eine Titel- aufnahme mit einem Tippfehler ermittelt wird, so sollte niemals nur diese eine, sondern alle in gleicher oder ähnlicher Weise fehlbearbeiteten Titelaufnahmen korrigiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass gleiche oder ähnliche Fehler in Reihe auftreten (z.B. bestimmte Buchstabendreher), ist größer als das Auf- treten anders gearteter Fälle. Jeder Zufallstreffer sollte daher für weitere Kor- rekturbemühungen genutzt werden. Dieses Verfahren hat zwar eine hoffent- lich nicht hohe Erfolgsquote, sollte aber dennoch praktiziert und ggf. zu einer trunkierten Recherche und/oder einem gezielten Listenbrowsing ausgedehnt werden: Ein Blick ins Wörterbuch lehrt, ob es neben dem gleichen noch ähnli- che Tippfehler gibt; das setzt voraus, dass diese Tippfehler am Ende der un- tersuchten Wörter auftreten. Hieran anschließend gibt es eine zweite Methode: Für die Recherchen aufgrund eines bestimmten, (etwas) generalisierbaren Anfangsverdachts wird jeweils ein bestimmter Abschnitt des Titel- Wörterbuches durch ein Listenbrowsing untersucht. Das ist jedoch erstens aufwendig und setzt zweitens die Definition des zu untersuchenden Abschnit- tes voraus. Die hierfür notwendige Auswahl kann entweder zufällig oder auf- grund eines Anfangsverdachtes bzw. einer für die lokalen Bedürfnisse beson- 870 BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 7/8
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