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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue35.2001 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN ist hierbei nicht die Entwicklung einer fehlertoleranten Bibliothekssoftware (Schulz 1994) oder die Überprüfung/Unterstützung der sachgerechten Einga- be der Benutzer (Weller/Drabenstott 1996), sondern die Korrektur des zugrunde liegenden Problems, nämlich der (durch Bibliothekare) eingegebe- nen Daten in die Datenbank. Damit ist der weitere Versuch, eine Recherche- Unterstützung zu entwickeln, nicht erledigt, aber die Bedingung von dessen Möglichkeit geschaffen. Es handelt sich bei den hier dargestellten Überlegun- gen lediglich um Reparatur-Bemühungen, also die Korrektur eines Defizits. D.h. nicht, dass die Bemühungen um die Erstellung tippfehlerfreier Titelauf- nahmen nachlassen dürfen. Aber es geht hier nicht um die Erstellung tippfeh- lerfreier Titelaufnahmen, sondern um die Ermittlung und den Umgang mit tipp- fehlerbehafteten Titelaufnahmen.3 Die hier dargestellten Verfahren dienen nicht dazu, die Titelaufnahmen abso- lut fehlerfrei zu machen; sie dienen "lediglich" dazu, die Titelaufnahmen feh- lerfreier zu machen. Das Aufspüren von normdateirelevanten Ansetzungsfeh- lern ist damit nicht zu erledigen; ebenfalls unbeantwortet bleibt die mögliche Frage nach der Ermittlung von denjenigen Fehlern, die nicht in einem Wort auftreten, sondern das ganze Wort betreffen. Wenn es im Titel z.B. heißt ,,Karl der Große und Papst Leo II." so gibt es m.E. (derzeit?) keine maschinelle Möglichkeit, den Hinweis zu erhalten, dass es sich hierbei wohl um ,,Papst Leo III." gehandelt haben dürfte (weil Leo II. von 682 - 683 Papst war, Karl der Große aber von 747 - 814 lebte; Leo III. war von 795 - 816 Papst); sind ,,Salier und Ottomanen" in einer Titelaufnahme aufgeführt, so sind - wenn das Buch nicht eine (transkulturelle bzw. zeitübergreifende) Gegenüberstellung, sondern die Darstellung eines Zusammenhanges intendiert - wahrscheinlich ,,Salier und Ottonen" gemeint... (Zur Frage, wie mit solchen Fällen umzugehen ist, vgl. Sie bitte Abschnitt II., insbes. Fußnote 6). Eine ohne historisches Wissen falsifizierbare Sequenz wie ,,a strategie management approach" statt ,,a stra- tegic management approach" lässt sich durch die Analyse des sprachlichen Zusammenhanges, nicht aber mit den hier dargestellten Verfahren ermitteln, da jedes der hier beigespielten Wörter im einzelnen genommen richtig sein könnte: Genau genommen wird einerseits (leider) nicht überprüft, ob die ein- zelnen Wörter richtig sind, sondern nur, ob diese - kontextfrei, d.h. unabhän- gig von z.B. grammatischen Strukturen - richtig sein könnten. Es ist dabei a- 3 Nicht, weil ich an dieser Stelle keine Erfahrungen von Differenzen hätte, aber meine Intention ist weder der komparative, noch gar der quantitative Vergleich von Daten- banken, wie sie sich z.B. bei Dwyer (1991, 81) findet. Meine Intention ist schlicht die Verbesserung der Beschaffenheit und damit effizienten Benutzbarkeit von Biblio- thekskatalogen. BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 7/8 869
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