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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue35.2001 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN liothek zusammenarbeitet. 4. Die Umfrage wurde erweitert auf einige Universitäts- und Stadtbibliothe- ken in europäischen Hauptstädten. Per E-Mail wurden 17 Bibliotheken be- fragt, von denen elf geantwortet haben. Sieben dieser Bibliotheken stellen insgesamt zwölf Blindenarbeitsplätze zur Verfügung, wovon allein die Bibliothèque nationale de France sechs Plätze eingerichtet hat: drei elekt- ronisch voll ausgerüstete Plätze und drei mit nur jeweils einem Sprach- computer. Die British Library teilt auf ihrer Homepage lediglich mit, dass das Mitführen von Blindenhunden erlaubt sei. Die wiederholte schriftliche Nachfrage nach konkreten Angaben zu Blindenarbeitsplätzen wurde dort stets freundlich aber ausweichend beantwortet; das legt den Schluss na- he, dass Arbeitsplätze für Blinde im hier gemeinten Sinn nicht vorhanden sind. 5. Die Homepage der Library of Congress war die einzige konsultierte Über- see-Adresse. In dieser Bibliothek wird ohne Frage außerordentlich inten- siv und sachkundig über die Versorgung blinder Benutzer nachgedacht. Wählen Sie www.loc.gov ! Ausführliche Informationen zum Thema in Nur- Text-Seiten; Links zu rund 620 allgemein helfenden und bibliothekari- schen Kontaktadressen mit größtenteils ausführlichen Angaben zu vor- handenem Material (gezählt wurden vollständige Adressenangaben, Na- men, die nur mit Telefonnummern versehen waren, blieben unberücksich- tigt), der Katalog der Bibliothek in Web-Braille... Die Auswertung dieser Web-Seiten wäre einen eigenen Bericht wert. Woran liegt es, dass dieses Minimum, dieses Erfüllen der Grundbedürfnisse blinder Bibliotheksbenut- zer - mit kühlem Kopf betrachtet ist es ja nichts anderes - so beeindruckt? VII. Diesen Bericht, verehrte Leserin, verehrter Leser, habe ich als Mitarbeiterin der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz verfasst, darum ist es selbstverständlich, dass die Bibliotheken der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), insbesondere natürlich die Staatsbibliothek zu Berlin (SBB), eingehen- der zum Thema betrachtet werden. Die SBB ist nicht nur interessant, weil sie hier sozusagen die eigene Tür darstellt, vor der zu kehren wäre, sondern in bedeutsamerem Maße deswegen, weil sie als größte wissenschaftliche Uni- versalbibliothek Deutschlands unter den wichtigen Bibliotheken der Welt ihren Platz beansprucht. Zu den Bibliotheken der SPK gehören neben der SBB die der Museen und die Kunstbibliothek, ferner die des Ibero-Amerikanischen Instituts und des Ge- heimen Staatsarchivs. In diesen Bibliotheken gibt es keine Blindenarbeitsplät- BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 7/8 849
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