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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

Ausland THEMEN thek, ihre bibliographische Erschließung und der Aufbau einer Datenbank (G. Hamranová), sondern auch die in den Jahren 1919-38 gedruckten Judaica vorgestellt (Dr. A. Klimekova). Schon diese kurze Aufzählung weit darauf hin, welche Minderheiten ­ auch literarisch - in der Slowakei vertreten sind. Ande- rerseits gehörte die Slowakei zu den Staaten, die literarisch und sprachlich erst spät präsent geworden sind, ähnlich wie Estland oder Kroatien, dessen Staatssprache bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Latein war. Die Matica Slovenska, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch im Untergrund ar- beitete, hat die erste slowakische Grammatik herausgegeben, sie hat die ers- ten Bücher verlegt, und sie kann als ,,Begründerin" des Slowakischen als Schriftsprache bezeichnet werden. Die stürmische Entwicklung der National- staaten war auch mit stark nationalen Tönen durchsetzt, die nach dem Fall der Mauer und der Trennung von der tschechischen Republik wieder abgelegt wurden. Fortbildung ungarischer Bibliothekare wird gesetzlich festgeschrieben Wie uns das Ungarische Bibliotheksinstitut in Budapest mitteilte, ist für alle Bibliothekare ab sofort alle sieben Jahre eine Fortbildung gesetzlich verankert. Für ältere Bibliothekare gelten Übergangsregeln, sie können, müssen sich aber nicht fortbilden. Diese gesetzlich vorgeschriebene Fortbildung gilt sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber, d.h. Institute und Verwaltungen, die nicht darauf achten, dass sich ihr Personal fortbildet, werden ebenso zur Ver- antwortung gezogen wie das Personal, das sich der Fortbildung entzieht oder sich nicht rechtzeitig um eine geeignete Fortbildung kümmert. Es ist ausdrück- lich vorgesehen, dass die angestrebte Fortbildung nicht mit den Wünschen der Institution in Einklang stehen muss. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer zwar eine von der Institution gewünschten Fortbildung durchführen kann, er kann aber auch eine andere Art der Fortbildung wählen. Damit soll eine per- sönliche Gestaltung des beruflichen Lebens des Einzelnen gewährleistet wer- den. Der Betrieb wiederum sieht sich verpflichtet, dem Arbeitnehmer berufli- che Perspektiven aufzuzeigen. Der Bibliothekar soll daher sich seine eigenen Fortbildung entsprechend sei- nen Wünschen gestalten. Dieses kann auch der Besuch eines Fremdspra- chenkursus sein, denn das Erlernen einer Fremdsprache ist als Fortbildung anerkannt und wird gefördert. Das ist politisch klug, da sich die ungarische Politik und auch die ungarischen Bibliothekare darüber im Klaren sind, dass außerhalb ihres Landes sehr wenig Menschen ihre Sprache erlernen werden. Wie uns die Leitung des Ungarischen Bibliotheksinstitutes, Dr. Dippold und Frau Hegyközi mitteilte, sieht man in der aktiven Unterstützung dieser Fortbil- dung eine vordringliche Aufgabe des Institutes. Es verfügt über eine ausge- BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 7/8 827
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