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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek THEMEN elektronischen Dokumente sollen diese vom Autor selbst eingetragen bezie- hungsweise weitgehend automatisch erzeugt werden. Die CARMEN-Projekt- gruppe zeigte in Frankfurt an einer Prototypenanwendung die bereits funktio- nierende, fachgebietsübergreifende Informationswiedergewinnung anhand von Metadaten. (Zum Projekt CARMEN vgl. den Beitrag S. 447 ff. in diesem Heft.) Ein neuer Entwicklungsansatz im Bereich der digitalen Bibliothek wird von Chemikern mit dem sogenannten dateninteraktiven Publizieren verfolgt. Dabei werden alle Daten, die zum Aufbau einer Informationseinheit aus Text und Bild in den Computer eingegeben werden müssen, dauerhaft als Grunddaten- Tabellen gespeichert. Das hat gegenüber den üblichen Präsentationsformaten (pdf, tiff, gif, jpeg u. a.) den Vorteil, dass nicht fertige ,,Bilder" im Speicher ab- gelegt werden (die man später nur genau in diesem Erscheinungsbild abrufen kann), sondern die Grunddaten erhalten bleiben und immer wieder als Basis für neue Berechnungen, Auswertungen und Darstellungen herangezogen werden können. So erzeugt beispielsweise Präsentationssoftware aus den Grunddaten eines chemischen Moleküls wahlweise das Strukturbild oder auch ein bewegbares, dreidimensionales Molekülbild. Bundesweite interdisziplinäre Kooperation In seinem Resümee zum ,,Global Info"-Förderprogramm, das zum Jahresende ausläuft, wies der Sprecher des Projektbeirates Prof. Dr. Rudi Schmiede auf ein weiteres, besonders schönes Ergebnis hin. ,,Der disziplinübergreifende Informationsaustausch und die Arbeitsgemeinschaften sind ein großer Erfolg des Förderkonzeptes des Bundesforschungsministerium. Es hatte für die Mit- telvergabe verpflichtend festgelegt, dass in den geförderten Projekten alle an der Publikationskette Beteiligten vertreten sein müssen, also Produzenten, Distributeure und Konsumenten. Durch diese Vorgabe sind bundesweite Kon- takte zwischen der Wissenschaft und Wirtschaft sowie zwischen den Wissen- schaftlern untereinander entstanden, die zu Kooperationen auch außerhalb des Förderprogramms geführt haben. Diese Bündelung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist sehr zu begrüßen, denn ein funktionierendes wissen- schaftliches Publikationswesen ist für alle Disziplinen gleichermaßen wichtig und natürlich längerfristig auch für die Volkswirtschaft von enormer Bedeu- tung." Im Jahr 2001 folgt auf ,,Global Info" zunächst ein Planungsprojekt mit dem Ziel, die Konzeption für eine geplante Förderinitiative ,,Digital Library 2010" zu erarbeiten. Das Bundesforschungsministerium hat im Bezug auf die Fachin- formationsversorgung der Wissenschaft Aktivitäten in drei Richtungen ange- stoßen. BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 4 441
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