Path:
Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

Erschließung _____________________________ THEMEN gar an eine eigene, mit einem eingeschränkten Schreibzugriff ausgestattete Clearingstelle gedacht, die freilich erst einmal organisiert und finanziert sein müßte. Weitere diesbezügliche Gespräche werden Mitte November 1997 an- läßlich der in der DDB stattfindenden ,,Anwenderkonferenz 'Zentrale biblio- graphische Dienstleistungen'" geführt. Trotz dieses überaus positiven Ergebnisses kann nicht genug betont werden, daß für EDV-Sacherschließung nach RSWK unter Nutzung der Normdatei SWD auf Anwendungsebene noch keine zureichend einheitlichen datentech- nischen Konventionen bestehen. Die Möglichkeit, über die Normdaten-CD der DDB die SWD und die übrigen nationalen Normdateien auch außerhalb eines Regionalverbundes am PC zu konsultieren, impliziert keinerlei Entscheidung über das literaturbezogen für die Sacherschließung angewendete Datenformat und über die Art der Nutzung der Normdaten, z. B. als mit Verknüpfungen angesteuerte Stammdatei, ggf. auch eigene Ansetzungen integrierend, sowie über das Nachhalten von Normdaten-Veränderungen in den mit Erschließun- gen versehenen Titeldaten. Auch die Aufbereitung von RSWK-Sacherschließungsdaten in EDV-Benutzer- katalogen sollte gewissen normierten Anforderungen unterliegen. Sicher be- schlich viele Teilnehmer die Erkenntnis, daß die Pflege der Inhalte der SWD und die dokumentbezogene Nutzung der SWD für RSWK-gemäße Erschlie- ßungen trotz aller Fachdebatten der vergangenen Jahre noch keinesfalls mit einem Konsens über die Aufbereitung dieser Daten für das Publikum einher- gehen. In existierenden WWW-OPACs von Universitätsbibliotheken oder Re- gionalverbünden sind, das sei nachträglich bemerkt, jedenfalls durchaus un- terschiedliche Differenzierungs- und Informationsmöglichkeiten bei der sachli- chen Suche zu beobachten. Der auf der hier besprochenen Fortbildungsta- gung verschiedentlich konstatierte Mangel der SWD an Elaboriertheit in den thesaurusartigen Begriffsrelationierungen macht sich in solchen OPACs jeden- falls nicht bemerkbar, weil die Thesaurusstrukturen der SWD meist überhaupt nicht für Benutzerzwecke ansichtig gemacht werden. Insofern kann behauptet werden, daß die beträchtlichen Arbeitsinvestitionen in SWD-gestützte RSWK- Sacherschließung gegenwärtig in manchen Details als bibliothekarischer Selbstzweck erscheinen. Gerade leistungsfähige Spezialbibliotheken mit ihren publikumsbedingt oft besonders differenzierten Anforderungen an Möglichkei- ten wissenschaftlicher Literaturrecherche könnten auf diesem Gebiet einen Impetus geben und besonders interessante Fachangebote entwickeln. Die Tagungsteilnehmer artikulierten jedenfalls hinreichend deutlich den Wunsch nach Fortführung und anwendungsbezogener Vertiefung der von AKMB und DBI eingeleiteten effizienten Fortbildungsbemühungen zur Sacher- schließung. Die Vertreter der DDB zögerten nicht, ihre Mitwirkung bei zukünf- BlBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 1 21
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.