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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

Erschließung _____________________________ THEMEN Museumskunde, Berlin) und Regina Scheffel (Bayerisches Nationalmuseum, München) wesentlich zurückhaltender, da sie bei Stichproben aus der SWD eine durchgängig stringente Relationierung der Einzelbegriffe vermißten. Wol- ters und Scheffel akzentuierten damit einen auch von den DDB-Vertretern eingestandenen 'wunden Punkt' der bisherigen SWD-Kooperation. Sie ver- suchten aber in einer nach Einschätzung des Berichterstatters letztlich über- zogenen, aber aus der klassifikatorischen Museumstradition verständlichen Weise, die SWD-Daten nach der Zuordnung zur schon erwähnten DDB- Grobklassifikation zu beurteilen. Es sei deshalb an dieser Stelle bemerkt, daß die seit jeher in der SWD mitgeschleppten Notationen der Grobklassifikation nur ganz bestimmten Zwecken sinnvoll dienen können, in erster Linie der Sortierung nationalbibliographischer Literaturinformationen nach großen Fä- chern, um in Universalbibliotheken die Verteilung von Neuerscheinungsinfor- mationen an die Fachreferenten sicherzustellen. Sicherlich wäre es falsch, die DDB-Grobklassifikation als einen wirklich genuinen Bestandteil der in der SWD manifestierten Sacherschließungsmethodik zu sehen. Eine klassifikatori- sche Zuordnung von Schlagwörtern ist eben nicht Bestandteil der Regeln für den Schlagwortkatalog. Eine systematische Überprüfung der Einsatzfähigkeit von RSWK/SWD in Museen muß sich darüber hinaus, was auch Wolters und Scheffel berücksichtigten, nicht nur am unmittelbaren Nutzeffekt des vorhan- denen, in ständiger Erweiterung begriffenen SWD-Datenmaterials orientieren, sondern an den überhaupt in RSWK/SWD gegebenen Möglichkeiten der Da- tenerfassung und an deren Verhältnis zu den existierenden EDV-Umgebungen in Museen. Auf Nachfrage aus dem Publikum hin wurde betont, daß von den Referenten aus den Museen und auch von der DDB bei einem Einsatz von RSWK/SWD im Museumsbereich eher an eine Art zusätzlichen Sacherschlie- ßungszugang gedacht würde. Der als Bibliotheksleiter am Zentralinstituts für Kunstgeschichte, München, tätige Berichterstatter resümierte, stellvertretend für den Fachverbund KHI Florenz / ZI München / Bibliotheca Hertziana, Rom, Praxiserfahrungen aus einer für Individualbegriffe systematisch auf die SWD rekurrierenden, auch UW umfassenden, hochspezialisierten Sacherschließung außerhalb der gro- ßen Verbundumgebungen. Dabei wurde die Eignung des RSWK-Regelwerks und der SWD-Datenstrukturen aus der Sicht einer großen Spezialbibliothek prinzipiell ausdrücklich bestätigt. Andererseits wurde auch hierbei betont, daß der Einsatz von RSWK/SWD in hochspezialisierten Umgebungen die Modifi- kation bzw. Ergänzung einiger Regeln und Datenformatdetails nahelegen könnte. Dies betrifft nicht nur die von RSWK empfohlenen Erschließungsbe- schränkungen hinsichtlich Literaturarten und Anzahl der Erschließungen, son- dern prinzipielle Entscheidungen zum Inhalt der SWD. So besteht im Fachver- bund Florenz-München-Rom eine ausgeprägte Tendenz, auch sog. Verknüp- BlBUOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 1 19
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