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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue32.1998 (Rights reserved)

THEMEN ___________________________Erschließung liefert sozusagen Bausteine, die bei der RSWK-basierten dokumentbezoge- nen Literaturerschließung verwendet werden können. Je reichhaltiger die SWD, desto mehr dieser Fertigbausteine stehen zur Verfügung. Ganz analog zur RAK-Problematik stellt sich aber auch für SWD/RSWK das Dilemma, daß die Regelgrundlagen bislang keine verläßliche und einheitliche Handhabe für die EDV-lmplementierung RSWK-orientierter Datenerfassung und -abfrage bieten. Die für 1998 anstehende 3. Auflage der RSWK wird, wie Kunz betonte, dieses Problem zumindest dadurch angehen, daß die Beispiele ausdrücklich Bezug nehmen auf die Strukturierung der SWD-Datensätze. Die SWD-Einführung von Herrn Kunz wurde in wertvoller Weise ergänzt durch den einzigen nicht direkt RSWK/SWD behandelnden Vortrag, einen Bericht von Dr. Bernd Lorenz (ÜB Regensburg) über die Ergebnisse der DBI-Exper- tengruppe Klassifikation. Das Referat thematisierte auch die Frage, ob, über die Problematik von Aufstellungssystematiken hinaus, klassifikatorische Sach- erschließung zusätzlich zur Verschlagwortung benötigt wird, um Fachliteratur leichter im Zusammenhang greifbar zu machen. Dem Berichterstatter blieb der Eindruck, daß dies keineswegs erwiesen ist. Im Zusammenhang mit der SWD betonte Lorenz, daß sich die traditionell in die SWD-Sätze integrierten Notationen der DDB-Grobklassifikation keineswegs mit elaborierten Systema- tiken wie der Regensburger Verbundklassifikation messen können. Das Verhältnis von Schlagwort und Klassifikation und, allgemeiner, das Pro- blem der einsichtigen und stringenten Relationierung von Fachbegriffen, blieb auch in allen weiteren Referaten und Diskussionen zumindest implizit ein Kernthema. Unbestritten ist, daß die sinnvolle Relationierung von Begriffen, z. B. durch hierarchische Verweisungen und Synonymie-XHomonymiekontrolle um so wichtiger wird, je spezifischer die Begriffe sind. Es ging aber bei der Veranstaltung ja gerade um die Überprüfung der Implikationen des Einsatzes eines bislang von universal orientierten Institutionen geprägten Vokabulars in teils hochspezialisierten Umgebungen. Und es wurde ganz deutlich, daß die Bedürfnisse spezialisierter Institutionen in einem durchaus nicht unproblema- tischen Verhältnis zu den Bedürfnissen und zur eingeübten Praxis der bisher hauptsächlich RSWK/SWD anwendenden großen Universalbibliotheken ste- hen. Ein besonderer Prüfstein war die spannende Frage, ob etwa mit RSWK/SWD über die Literaturerschließung hinaus auch eine Brücke zur musealen Objekt- erschließung gebaut werden kann, ein alter Traum der Museums-EDV. Wäh- rend der Bibliotheksdirektor des Germanischen Nationalmuseums, Dr. Eber- hard Slenczka, dies nach einer exemplarischen Überprüfung der SWD auf das Vorhandensein bestimmter in seinem Hause relevanter Sachbegriffe ausge- sprochen positiv beurteilte, äußerten sich Dr. Christof Wolters (Institut für 18 BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 1
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