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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue32.1998 (Rights reserved)

Betriebsorganisation ________________________ THEMEN 4. Als struktureller Mangel müssen im nachhinein weiterhin die nicht vorhan- denen ,,Konzeptionen" genannt werden. Für tiefgreifende Organisations- veränderungen, wie sie das Neue Steuerungsmodell vorsieht, sind ,,Per- spektivpläne" für alle Seiten unerläßlich, für die Mitarbeiter, das Manage- ment, die Administration wie für den Rat. 5. Für das Pilotprojekt lag zunächst lediglich ein bescheidener Biblio- theksentwicklungsplan vor: Die Dezentralisierungsvorstellungen zum Sor- timent, also die Filialisierung des Bestandes in sog. ,,Kabinette": hier die Anzahl und die Lokalitäten. 6. Es fehlte 1993 ein Organisations- sowie ein Personal-Entwicklungsplan. Die Organisationsentwicklung, d. h. die Beschreibung der schrittweisen Implementierung des Neuen Steuerungsmodells erfolgte allerdings in jähr- lichen Arbeitsplänen, die mit einer Leitungsgruppe1' und der Politik abge- stimmt wurden; eine Gesamtentwicklungs-Skizze aber fehlte. 7. Ein Personalentwicklungskonzept wurde zwei Jahre nach Beginn der Pro- jektphase -1996 - konzipiert. Für die Motivation der Mitarbeiter wie für das Gelingen derartiger Reorganisationen sind aber - nach unserer Erfahrung - exakt definierte und mit allen Beteiligten diskutierte Entwicklungsschritte unerläßlich. Begleitende Fortbildungsmaßnahmen 1. Die Transformation einer zentralistisch, hierarchisch angelegten Verrich- tungs-Organisation in eine dezentrale, teamorientierte Prozeßorganisation verlangt eine Begleitung mit intensiven Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Nicht nur Informationen über die sich verändernde Arbeitssituation, son- dern vor allem Ermunterung und Befähigung zur mentalen Bewältigung der Umstellungen am Arbeitsplatz sind von Nöten. 2. Trainingsprogramme mit externen Moderatoren zu sog. Schlüsselqualifika- tionen im Neuen Steuerungsmodell wie Sozialkompetenz für Teamarbeit, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sind unerläßlich; aber auch zur Selbstkompetenz, für die Bereitschaft von Mitarbeitern zur Übernahme von Verantwortung, zu persönlicher Flexibilität, zur zeitlichen und sachli- chen Selbstorganisation usw. 3. Bewährt haben sich in unserem Hause auch Seminare zu Marketingkon- zepten für die einzelnen Kabinette (mit den entsprechenden Kabinett- Gruppen) mit Fachleuten. BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 4 701
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