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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Erwerbung Die von Unte aufgegriffene Frage ist schon seit dem ersten Entwurf der RSWK 1981 kontrovers diskutiert worden. Sie spielte z.B. auch eine wesentliche Rol- le bei der Rezeption der RSWK in Österreich, wo man solche ,,deutschnatio- nale Tendenzen" nur sehr ungern übernahm. Die SWD-Partner haben später, abweichend vom Regelwerk, zunehmend punktuelle Ausnahmen gemacht (z.B. Zagreb, Ljubljana). Insgesamt hat sich die Expertengruppe die Entschei- dung keineswegs leicht gemacht. Daß eine umstrittene Entscheidung, wie auch immer, manchen Kollegen nicht gefällt, liegt in der Natur der Sache. Die Reaktion darauf sollte jedoch im an- gemessenen Rahmen bleiben. Dies war bei dem von Wolfhart Unte gewählten Verfahren keineswegs der Fall. Auch die jetzt vorgebrachten Argumente sind nicht neu; Unte greift nur zu stärkeren Worten. Demgegenüber kommt es nicht in Frage, diese gut begründete Entscheidung umzustoßen und die be- reits korrigierten Normdateien wieder zurück zu korrigieren. Das können die Bibliotheken sich wirklich nicht leisten. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchem Eifer einzelne Fachreferenten Fragen der Ansetzung mancher Gruppen von Schlagwörtern verfolgen. Ich meine, dabei übersehen sie, daß es in der SWD nicht um die Festsetzung objektiver Wahrheiten geht, sondern um praktische Sacherschließung. Deren zukünftige Probleme liegen aber in ganz anderen Fragen als in einzelnen An- setzungsproblemen. Viel wichtiger ist, daß wir uns um die weitreichenden Auswirkungen der Online-Kataloge auf die Sacherschließung kümmern, als um solche Randfragen, auch wenn sich darüber leichter diskutieren läßt. Bibliothekarische Erfahrungen mit dem Impact Factor Ralf Brugbauer I. Einführung Medizinische und naturwissenschaftliche Bibliotheken werden zunehmend mit einer biblio- oder szientometrischen Berechnungsgröße konfrontiert, dem Impact Factor (IF). Hierfür gibt es zwei Gründe: 506 BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 3
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