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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

Betriebsorganisation ___________________'.______ THEMEN Grunde ist ihre verursachungsgerechte Umlage auf Abwicklungsprozesse kaum möglich. Sind die Produkte hinsichtlich Prozeßkosten, Prozeßkostensätzen und gebun- dener Personalkapazität bewertet und damit operationalisiert, können sie in Gestalt eines Produkt-Portfolios positioniert werden. Wie Abbildung 5 aus- schnittartig zeigt, wird hierbei auf der Abszisse die aktuelle Nutzungsintensität der Produkte abgetragen (,,Leistungsnachfrage"), während die Ordinate die mittel- bis langfristige Produktnachfrage abbildet (,,strategische Bedeutung"). Die Größe der die Produkte beschreibenden ,,Blasen" kennzeichnet ihre Res- sourcen- und Kostenbindung. Leistungen mit hoher strategischer Bedeutung, aber noch geringer aktueller Nachfrage (z. B. Bereitstellung elektronischer Publikationen) bilden die ,,Nachwuchsprodukte" der Bibliothek, denen zuneh- mend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden sollten. Dienste mit gegen- wärtig und zukünftig hoher Nutzungsintensität sind die ,,Stars" im Produkt- Portfolio (z. B. Informationsvermittlung, studentische Grundversorgung mit Lehrbüchern) mit entsprechend hohem Kapazitätsbedarf und - gut begründ- barem - hohen Kostenanteil. Produkte mit traditionell hoher, aber künftig vor- aussichtlich abnehmender Nachfrage (z. B. konventionelle Fernleihe) bezeich- nen Leistungsbereiche, aus denen mittelfristig Ressourcen abgezogen werden können. Dies gilt erst recht für die gegenwärtig und voraussichtlich auch zu- künftig nachfrageschwachen Angebote, die ,,poor dogs" (z. B. Bestandsent- wicklung in auslastungsarmen Studienfächern), die aus dem Leistungspro- gramm gestrichen werden sollten. Den derart gewichteten Produkten kann dann ein Soll-Portfolio gegenübergestellt werden, daß das anvisierte Lei- stungsprofil der Bibliothek, beispielsweise zum Stand 1999, darstellt. Derarti- ge Produkt-Portfolios machen deutlich, worin das Kerngeschäft der Bibliothek besteht, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, und sie zeigen vor allem, ob die verfügbaren Ressourcen auch in den strategischen bedeutsamsten Lei- stungsbereichen eingesetzt werden. BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 2 279
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