Path:
Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

THEMEN ______________________________ Ausland len neben Leitungserfahrung und -fähigkeiten ein tiefgehendes Verständnis für das Potential der neuen Technologien hat. Da nur wenige der gegenwärtigen Führungskräfte eine Kombination dieser beiden Fähigkeiten aufweisen, emp- fiehlt Dearing, diese entweder von außen an die Hochschulen zu bringen, oder mit speziellen Maßnahmen intern zu entwickeln. Bezüglich der Informationsstruktur empfiehlt der Report den weiteren Ausbau der elektronischen Netzwerke, die von Hochschuleinrichtungen als Informati- onsquelle, zur Vermarktung ihrer Institution, zur Unterstützung des Lehrens, Lernens und der Forschung sowie für interne Managementprozesse zu nutzen sind. Das Electronic Libraries Programm (siehe weiter unten) soll weiter aus- gebaut werden. Es wird besonders auf die Notwendigkeit hingewiesen, bei der Verhandlung von Lizenzverträgen zum Beispiel für den Zugang zu Daten- banken zusammenzuarbeiten sowie die Kooperation mit dem Verlagssektor neu zu regeln. Dies gilt auch besonders bezüglich des Urheberrechts, wobei Dearing besonders auf die Thematik des Urheberrechts an dem geistigem Eigentum eingeht, welches von Hochschulangehörigen im Rahmen ihrer ar- beitsrechtlichen Verpflichtungen geschaffen wurde (z. B. Artikel in Fachzeit- schriften) und für welches in vielen Fällen das Urheberrecht beim Arbeitgeber, d. h. der Universität liegen sollte. Eine weitere Empfehlung betrifft die Ausstattung der Studenten mit vernetzten Computern. Es wird empfohlen, daß bis zum Jahr 2001 das Verhältnis von öffentlich zugänglichen Computern zu Studenten 1:10 betragen, und daß bis zum Jahr 2005 jeder Student seinen eigenen Laptop haben soll. Für die Verbesserung des internen Managements der Hochschulen sieht Dea- ring großes Potential bei der effektiven Nutzung von Kommunikations- und Informationstechnologien im Bereich der Verwaltung der Ressourcen und der besseren Selbstverwaltung. Dies bezieht sich vor allem auf die Organisation von Forschungstätigkeiten, auf externe Beratungsdienste (Consultancy), auf die Optimierung der Verwaltung und Nutzung universitätseigener Liegenschaf- ten, auf die Erhebung und Auswertung von Statistiken, die Online-Immatriku- lation, und die Schaffung eines ,,single learner record", d. h. einer einzigen elektronischen ,,Akte" für Studenten, in die alle universitätsrelevanten Daten eingegeben und gespeichert werden. Bereits 1993 sind Bibliotheken durch den sog. ,,Follett-Report" in den Mittel- punkt der Aufmerksamkeit gerückt, und Sir Brian Folletts Empfehlungen ha- ben einerseits zu einem beachtlichen Bibliotheksbauprogramm, andererseits zur Schaffung des Electronic Libraries Programms geführt, das Projekte in den Bereichen elektronische Dokumentenlieferung, elektronische Zeitschrif- ten, Digitalisierung, Publizieren on-demand, Fortbildungsmaßnahmen sowie den Zugang zum Joint Academic Network (JANET und SuperJANET) fördert. 226 BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 2
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.