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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

THEMEN _______________________________ Politik nichts anderes übrig, als ihre Interessen selbst zu vertreten. Zu diesem Zweck wurde vor fünfzehn Jahren der Deutsche Kulturrat gegründet. Der Deutsche Kulturrat e.V. hat das Ziel, der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes und der Europäischen Union in allen die einzelnen Sparten des Deutschen Kulturrates e.V. übergreifenden kulturpolitischen An- gelegenheiten zu sein. Er ist das kulturpolitisches Forum für Verbände, Ein- richtungen und Experten der Kunst- und Medienberufe, der Kulturwirtschaft, der Kunstwissenschaft, der kulturellen Bildung und der Kulturvermittlung. 213 Bundesverbände, darunter auch die Bundesvereinigung Deutscher Biblio- theksverbände (BDB) haben sich in acht Sektionen dem Deutschen Kulturrat e.V. angeschlossen. Ziel des Deutschen Kulturrates e.V. ist, bundesweit spar- tenübergreifende Fragen in die kulturpolitische Diskussion auf allen Ebenen einzubringen. Der Deutsche Kulturrat e.V. wird getragen durch seine acht nach fachlichen Gesichtspunkten gegliederten Sektionen: Deutscher Musikrat Rat für Darstellende Künste Deutsche Literaturkonferenz Kunstrat Rat für Baukultur Sektion Design Sektion Film/Audiovision Rat für Soziokultur Jede dieser selbständigen Dachorganisationen ist im Sprecherrat und in der Delegiertenversammlung des Deutschen Kulturrates e.V., dem jährlich tagen- den Plenum, vertreten. Die Gremien und die Geschäftsstelle des Deutschen Kulturrates e.V. werden in ihrer Arbeit von Fachausschüssen unterstützt. In den Fachausschüssen arbeiten neben Expertinnen und Experten aus den Mitgliedsorganisationen auch Fachleute, die keiner Mitgliedsorganisation des Deutschen Kulturrates e.V. angehören. Die Expertinnen und Experten in den Fachausschüssen erarbeiten Empfehlungen und Stellungnahmen, die kultur- und medienpolitische Problemfelder benennen und Handlungsperspektiven aufzeigen. Ziel der Arbeit des Deutschen Kulturrates e.V. ist, Lobby für die Kultur zu sein. Gerade in den letzen Monaten wurde deutlich, was das bedeutet. Da wurde in Bonn versucht, kurzerhand den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für die Bil- dende Kunst abzuschaffen, wenige Wochen später sollte es dem Kuratorium junger deutscher Film ans Leben gehen, und schließlich verzichtet die Bund- Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung kurzer- hand auf den gesamten Modellbereich Kulturelle Bildung. Nur einige Beispiele aus wenigen Wochen, die aber deutNch machen, daß eine wachsame Lobby in Bonn für die Kultur erforderlich ist. 122 BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 1
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