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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 32.1998 (Rights reserved)

THEMEN _________________________________ Politik steigender Tendenz seit dem Jahre 1995.3) Umgekehrt gibt es aber auch eine große Zahl von hauptamtlich geleiteten Bibliotheken, bei denen die ehrenamt- liche Mitarbeit schon seit über 20 Jahren und oft auch weit mehr bzw. seit Bestehen der Bibliothek fester Bestandteil der Bibliotheksarbeit ist. Fast aus- schließlich handelt es sich hierbei um Kirchliche Öffentliche Bibliotheken, de- ren Tätigkeit schon vom Grundsatz her sehr stark auf ehrenamtliches Enga- gement ausgerichtet ist. Angesichts der oben dargestellten, häufig sehr geringen Personenzahl bzw. jeweiligen Teamgröße ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen in der Bibliothek (52 % der Bibliotheken nur 1-3 eM) überrascht es nicht, daß bei mindestens 40 (von 128, d.s. mindestens 31,5 %) der Bibliotheken der prozentuale Anteil der eh- renamtlichen Arbeit an der Arbeitszeit in der Bibliothek insgesamt bei 5 % oder darunter liegt (davon schätzten 9 Bibliotheken den Anteil der ehrenamtli- chen Arbeit als unter 1 % ein). Ganz erhebliche prozentuale Anteile ehrenamt- licher Arbeit dagegen (über 20 % der Bibliotheksarbeit insgesamt) wurden aus 26 Bibliotheken gemeldet. Mit Ausnahme von 7 kommunalen Öffentlichen Bibliotheken und 3 wissenschaftlichen Spezialbibliotheken sind dies Kirchliche Öffentliche Bibliotheken, einige davon arbeiten zu 60 % und mehr ehrenamt- lich. Arbeitsbereiche und Aufgabengebiete Der großen Spannweite an Anteilen der ehrenamtlicher Arbeit in den Biblio- theken entsprechend sind auch die Arbeitsbereiche und Aufgabengebiete, in denen ehrenamtliche Mitarbeiter/innen tätig sind, sehr breit gestreut: wo 50 % und mehr Arbeit in der Bibliothek durch eM geleistet wird, sind unterschiedli- chere und weit mehr Aufgaben durch die eM zu erfüllen, als dies umgekehrt bei den zahlreichen 1-2 eM-Personen-Bibliotheken der Fall ist, deren eM je- weils einer einzelnen, speziellen Aufgabe nachgehen (in den Öffentlichen Bi- bliotheken mit 1 - 2 eM wurde hier z. B. häufig die Durchführung von Veran- staltungen und Vorlesestunden für Kinder genannt, die Betreuung hausge- bundener Menschen durch mobile Buchdienste, aber auch die Führung einer Ausleihstelle, die Mitarbeit bei der Buchpflege, Ausleihe, Sortierarbeiten am Katalog u. v. a. wurden aufgeführt, während die (wenigen) wissenschaftlichen Bibliotheken mit 1 - 2 eM neben Aufsichtstätigkeiten für Institutsbibliotheken und Ausstellungen u.a. auch wissenschaftliche Arbeiten für Spezialsammlun- gen und Sonderkataloge als Einsatzbereiche der eM genannt haben). In allen Bibliotheken, unabhängig von der Anzahl der eM und dem Biblio- thekstyp, am häufigsten eingesetzt werden eM für Sortier- und Ordnungsar- beiten am Katalog, an Loseblatt-Sammlungen, im Magazin, aber auch für die technische Buchbearbeitung und Buchpflege (auf diese Bereiche entfielen 112 BIBLIOTHEKSDIENST 32. Jg. (1998), H. 1
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