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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Bibliotheken Das Ergebnis sah aus wie alle anderen Ergebnisse vorher auch: wilde Streu- ung der Bibliothekspunkte im Auswertungsdiagramm, keine Korrelation mit den Noten offenbar auch hier. Nun birgt die Schublade noch weitere Bibliotheks-Ranglisten. Aus der Über- legung heraus, daß ja auch eine Rolle spielen könnte, ob ein Student seine benötigte Literatur wenigstens am Ort vorfindet oder sie erst umständlich und kostenträchtig per Fernleihe anfordern muß, wurde eine Rangliste nach dem Fremdversorgungsgrad einer Hochschule (für die Jahre 1991-1993) hervorge- holt. Als Fremdversorgungsgrad ist dabei definiert das Verhältnis von versand- ten Bestellungen in der nehmenden Fernleihe zur Summe aus Ausleihen (ohne Verlängerung!) und ebendiesen Fernleihbestellungen. Es gilt also: Fremdver- sorgungsgrad = FL-Bestellungen / (Ortsausleihen + FL-Bestellungen). Wäh- rend nun sämtliche Fernleihen einer Hochschule von der jeweiligen ÜB für die DBS erfaßt werden, ist dies bei den Ortsleihen anders: bei den Einschichtigen umfaßt die an die DBS gemeldete Zahl zwar alle Fälle des gesamten Hoch- . Schulsystems, bei den Zweischichtigen dagegen gibt sie nur den auf die zen- trale ÜB entfallenden und dort registrierten Teil wieder, der erheblich darunter liegen kann. Es muß also zwei unterschiedliche Kennzahlenfolgen geben, für 1 -schichtige und für 2-schichtige Systeme (Anhang C). Dadurch jedoch, daß die zweischichtigen Systeme an den alten und damit in der Regel auch größe- ren Hochschulen vorkommen, fallen die von der Voraussetzung her unter- schiedlichen Kennwerte zahlenmäßig doch wieder ähnlich aus. Die Abbildung zeigt daher die Gegenüberstellung von Fremdversorgungsgrad und FOCUS- Noten in ein und demselben Diagramm, lediglich unterschieden durch offene und geschlossene Punkte je nach Bibliothekssystem. Es soll jedem Betrachter selbst überlassen bleiben, ob er darin eine Tendenz ,,FL-Anteil klein - Note gut, FL-Anteil hoch - Note schlecht" erblicken möchte oder nicht. Falls ja, wäre dies die erste andeutungsmäßige Korrelation zwischen FOCUS-Noten und einem anderen ausgewiesenen Bibliotheksparameter. Es war aber noch ein weiteres, ganz anderes Beurteilungskriterium für den Bibliotheksaspekt genannt, nämlich die Öffnungszeiten. Wenn es keine (ein- deutigen) bestandsabhängigen Parameter gibt, zählt dann vielleicht der Ser- vice? Auch dazu bietet die DBS Zahlen an, gleich in der ersten Übersichtsta- belle mit Spalte 11 : Öffnungsstunden pro Woche. Die Rangfolge für das Jahr 1995 gibt Anhang D. Daß die Öffnungszeitenrenner Bielefeld und Paderborn mit guten Gesamtnoten dastehen, ist von der Logik her beruhigend. Es gibt aber auch viele gute Noten bei weit weniger extremen Öffnungszeiten. Im Hauptfeld - zwischen 50 und 80 Öffnungsstunden/Woche regiert jedenfalls wie gehabt das Chaos. 1966 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 10
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