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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Bibliotheken ____________________________ THEMEN 18,7 % der Fälle. Wenn wir nicht annehmen wollen, daß Bibliotheken eben von Natur aus meist das Beste an einer Hochschule sind, könnte ein Grund hierfür vielleicht in Folgendem zu suchen sein: wohl jeder Student hat einen Prof. oder eine Vorlesung, die ihm überhaupt nicht liegen, die aber gleichwohl mehrmals pro Woche erduldet werden müssen. Es läge nahe, daß daher Lehrpersonen und Lehrinhalte oder überlaufene Computerräume viel eher mit von Herzen kommenden, harschen Noten bedacht werden als die Bibliothek, die einfach deshalb gemäßigtere Noten aus dem Mittelfeld erhält, weil die Er- fahrungen mit ihr vielleicht doch etwas sporadischer und weniger emotional geprägt ablaufen. In den Tabellen 1a - 1c wird nun der Überblick über alle Einzelwertungen ge- geben. Es handelt sich um 822 Bibliotheksnoten, gegliedert nach 2-schich- tigen, nach 1 -schichtigen und nach Bibliothekssystemen in neuen Bundeslän- dern. Immer dann, wenn die Bibliotheksnote schlechter als die Note für das übrige Umfeld ausfiel, ist dies durch Fettdruck der Bibliotheksnote gekenn- zeichnet. Zusätzlich ist die jeweilige Fach-Durchschnittsnote errechnet und (in Klammern als d-Wert angegeben) die Differenz zwischen Bibliotheksnote und Durchschnittsnote der übrigen Aspekte ohne Bibliothek. Es gilt folgende Be- ziehung: Bibliotheksnote B + d = Durchschnittsnote der restlichen Aspekte, kurz Umfeldnote U genannt. Man mag sich freuen, man mag sich argem, man mag sich wundern über so manche Note der eigenen oder einer anderen Bibliothek. Manches erscheint plausibel, anderes überhaupt nicht, daher die berechtigte Frage: welche Ein- flüsse waren denn nun bei dieser oder jener Note am Werk? Immer dann, wenn eine Note unerklärlich oder unangenehm ausfällt, anzunehmen, die In- terviewpartner seien untypisch ausgewählt gewesen, dürfte kein sehr ergiebi- ger Erklärungsweg sein, wiewohl dies sogar im Einzelfall stimmen mag. Wir wollen aber den Zufall nicht überstrapazieren sondern davon ausgehen, daß die Befragten im allgemeinen sinnvoll auf irgendwelche bestehenden Verhält- nisse reagiert haben und die generelle Tendenz der Notengebung einigerma- ßen die wahren Verhältnisse widerspiegelt. Die unterschiedlichen Studienfachmittelwerte zeigen: es gibt eine Rangfolge der einzelnen Studienfächer in der Studentengunst. Tabelle 2 stellt deshalb die 20 von FOCUS untersuchten Studienfächer in der Reihenfolge ihrer Ge- samtbewertung vor. (Diese Fächerabfolge liegt auch den Tab. 1a - 1c zugrun- de.) Zusätzlich wird noch 'einmal nach den drei Bibliothekssystemen differen- ziert, deren Fächerrangfolge natürlich jeweils eine andere sein kann. BlBLIOTHEKSDiENST 31. Jg. (1997), H. 10 1947
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