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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Beruf__________________________________ THEMEN Eine Möglichkeit, diesen Kontakt herzustellen, sind speziell auf die Bedürfnis- se der Beurlaubten zugeschnittene Fortbildungsangebote. Es hat wenig Sinn, einen Beurlaubten kurz vor dem Ablauf des Erziehungsurlaubs aufzufordern, er möge doch an einem Fortbildungskurs teilnehmen. Diese Fortbildungskurse sind auf die Vollzeitbeschäftigten zugeschnitten, dauern meistens den ganzen Tag und nehmen keinerlei Rücksicht auf den unterschiedlichen Bedarf an Bil- dung bei Beurlaubten und denjenigen, die die ganze Zeit aktiv im Arbeitsleben verhaftet sind. Auch die Angebote einiger Fortbildungszentren (z. B. HBZ Köln: Rückkehr in die Bibliothek oder Bayerische Bibliotheksschule München: RAK-Auffrischungsseminar) erreichen die Beurlaubten erst dann, wenn sie schon wieder an ihren ehemaligen Arbeitsplatz zurückgekehrt sind. Der Kon- takt zur Dienststelle und die Fortbildungsmaßnahmen sollten aber schon während des Erziehungsurlaubes greifen. Für dieses Fortbildungsangebot sollte man schon in der Zeit vor der Beurlau- bung Werbung machen. Es sollte eine Kjnderbetreuung organisiert werden. Dazu schreibt das 2. GleiBG, § 8,2 vor: Die Fortbildung muß Beschäftigten mit Familienpflichten (§ 3, Abs.2) die Teilnahme in geeigneter Weise ermöglichen. Bei Bedarf sind zu- sätzliche, entsprechend räumlich und zeitlich ausgestaltete Veranstal- tungen anzubieten; Möglichkeiten der Kinderbetreuung sollen im Be- darfsfall angeboten werden. Die Kurse sollten möglichst halbtags sein. Wichtig ist, daß die Fortbildung direkt an der Dienststelle stattfindet. Zentrale Kurse z. B. in der Bayerischen Bibliotheksschule können ergänzend wahrge- nommen werden, aber das Hauptaugenmerk sollte auf dem direkten, persön- lichen Kontakt mit dem alten Arbeitsplatz liegen. Da die Teilnahme freiwillig ist und die Beurlaubten auch keine Vergütung für diese Zeit erhalten, sollte man sich rechtzeitig überlegen, wie sie zu motivieren sind (z. B. wäre eine Anrech- nung der Kurszeit auf die zukünftige Arbeitszeit vorstellbar). Als Beispiel sei hier die Stadt Augsburg genannt. Siebenmal wurde bisher das Seminar ,,Beruf und Familie - wir bleiben in Kontakt" durchgeführt mit durch- weg positiver Bilanz bei den Teilnehmerinnen. 120 Frauen nahmen teil. Alle Beurlaubten werden in Augsburg zur Teilnahme an internen Fortbildungsmaß- nahmen aufgefordert. Die beurlaubten Beschäftigten erhalten über die Gleich- stellungsbeauftragte der Stadt Augsburg das halbjährlich erscheinende Fort- bildungsprogramm zugesandt. Die Stadt Augsburg kann hier auf die Einrichtungen der Stadtakademie mit den vielfältigsten Fortbildungsmöglichkeiten zurückgreifen. BIBLIOTHEKSDIENST31. Jg. (1997), H. 10 1931
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