Path:
Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ______________________________· Technik ten intensiv daran, wie die Universität Trier mit TUNIKA (Trierer Universitäts- karte), Universität Würzburg mit MUCK (Multifunktionale Universitäts- Chipkarte). In Berlin soll nach dem Sommersemester eine von der Techni- schen Fachhochschule (TFH) vorgelegte Machbarkeitsstudie diskutiert wer- den. Unterstützt wird das Vorhaben grundsätzlich von der zuständigen Berli- ner Senatsverwaltung, und dies nicht aus haushaltspolitischen Gründen. Viel- mehr soll so die Dienstleistung für die Studierenden verbessert werden. Auf der CeBIT '97 in Hannover erregte auch die Chipkarte nicht unerhebliche Aufmerksamkeit. Vom ,,Kuratorium Deutscher Kartenwirtschaft" (KDK) wurde eine Musterchipkarte vorgestellt.1' Neben nutzungsorientierten Merkmalen, wie Hochprägung, Thermotransfer- Personalisierung, Magnetstreifen oder Barcode-Druck, geht es auch um die Sicherheit, den Echtheitsnachweis der Karte bzw. deren Herausgeber. Für sie sollen Hologramm, Heißprägedruck, Guilloche, UV-Bedruckung, Chromoso- men-Feature sorgen. Es handelt sich um aufwendigste, auf Alufolie aufge- dampfte Echtheitsmerkmale, nicht reproduzierbar, kunstvoll verschlungene Linienstrukturen und für das bloße Auge unsichtbare Farbmischungen, die erst unter ultraviolettem Licht leuchten. Auf Echtheit und Sicherheit wird also großer Wert gelegt, was sicher auch seinen Preis hat. Einen preiswerten, schnellen und anwenderfreundlichen Eigentums- oder auch Echtheitsnachweis will die Firma Simons Druck + Vertrieb GmbH2' mit ihrem Sicherungssystem MICROTAGGANT vermitteln. Microtaggant ist die Markenbezeichnung für ein Kunststoffpulver aus einem Melamine-Alkyd-Polymere. Das Pulver ist universell einsetzbar und leicht handhabbar. Sein Geheimnis liegt in der Körnung. Jedes einzelne Körnchen (75-Mikron-/35-Mikron-Code) setzt sich aus bis zu 10 dünnen Schichten zu- sammen, die unterschiedlich gefärbt sein können, wobei sich gleiche Farben nicht berühren. Jeder Farbe ist ein bestimmter Zahlenwert zugeordnet. Durch eine bestimmte Abfolge der Farbschichten läßt sich eine bestimmte Codie- rung festlegen, bis zu 4.358.480.500 Codes (Herstellerangabe) bzw. durch Dualcodes bis unendlich; und ein einziges Körnchen reicht zur Identifizierung aus. Das Pulver ist beständig gegen organische Lösungsmittel und Chemikalien. Es verträgt Temperaturen bis 200 Grad Celsius, kurzfristig bis 350 Grad Celsi- us. Ausgeführt wird es in Normalfarben, fluoreszent, schwach oder stark ma- gnetisch. Die einzelnen Körner passen sich dem zu sichernden Produkt mit dem geeigneten Transfermaterial an. Das Pulver kann in Druckfarben und an- deren Materialien beigemischt, mit dem Pinsel aufgetragen oder mit entspre- chenden Dosiergeräten aufgebracht werden. 1796 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 9
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.