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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Beruf __________________________________ THEMEN Stoffe, entwickeln die Unternehmen nun eigene Angebote, die wie Dünger auf die kleinen Trend-Keime wirken sollen, damit diese schnell und kräftig em- porwachsen. Issue-Monitoring - ein bißchen machen weltoffene Bibliotheka- rinnen und Bibliothekare das ja auch, wenn sie versteckte Leserwünsche herauszufinden suchen. Der Unterschied besteht vor allem zum Grad der strategischen Ausgebufftheit, mit der kommerzielle Unternehmen dieses Ver- fahren einsetzen. Letztes Thema von Ulrike Döring waren Internet und Intranet. Hier sind Biblio- theken ja - wenn sie die erforderlichen Mittel dafür haben - very trendy. Auch hier wieder der Appell, den man nicht oft und nicht laut genug wiederholen kann: Internet nutzt dem Image der Bibliothek nur, wenn die Web-Seiten op- tisch ansprechend, d. h. pofessionell gestaltet sind und inhaltlich sehr kurz- fristig immer wieder neu aktualisiert werden. Nichts ist schlimmer, als in einem neuen, schnellen und globalen Medium alte Formen und Themen einzubeto- nieren. Diese Wellen wird jeder Internet-Surfer künftig meiden. Weniger neu, aber immer noch brauchbar ist das Modell der Corporate Identi- ty (Cl), das Marion Schmidt als Strukturierungsinstrument in ihren Seminaren zur Öffentlichkeitsarbeit nutzt und hier als Schema für ein ganzheitliches PR- Konzept vorstellte. Vor einigen Jahren schon hatte eine Stuttgarter Studentin in ihrer bibliothekarischen Diplom-Arbeit den Cl-Prozess für Öffentliche Biblio- theken aufbereitet und die modellhafte Anwendung dieses Konzeptes vorge- schlagen (vgl. Bibliothek 17/1993). Zwar hat Sabine Klinder auf diesen Vor- schlag noch keine Rückmeldung erhalten, doch stellte sich jetzt in Potsdam heraus, daß ihr Aufsatz in der bibliothekarischen Ausbildung oft und gerne als Einführungsliteratur genutzt wird. Gute Arbeiten gehen eben doch nicht so schnell verloren! Auch wenn das Modell der Corporate Identity kommunikationswissenschaft- lich umstritten ist, taucht es in verschiedenen PR-Konzepten immer wieder auf und wird auch als Strategiemodell im Kulturmanagement genutzt. Corpo- rate Identity besagt letztlich nichts anderes, als daß die Identität eines Unter- nehmens vom integrierten Zusammenwirken seiner Kommunikationsformen mit dem visuellen Erscheinungsbild und den organisatorischen Verhaltensfor- men abhängt, und zwar auf Basis eines stabilen Leitbildes, das nach innen und außen als Steuerungsinstrument für Erwartungen und Handlungen dient. Öffentlichkeitsarbeit, die diese Unternehmensidentität unterstützt und zwi- schen den internen und externen Gruppen vermittelt, bedeutet demzufolge mehr als nur Veranstaltungs- oder Pressearbeit. Sie muß die gesamte Einrich- tung berücksichtigen: vom Türgriff und Faltblatt über alle Mitarbeiter, Buchre- gale und Dienstleistungen bis zum Auftreten gegenüber Unterhaltsträgern und Hausmeistern. Damit wird Öffentlichkeitsarbeit zu einer Aufgabe für alle Or- BIBUOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 9 1 9 6 9
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