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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Beruf __________________________________ THEMEN by doing" führte Peter Hombeck zur Professionalisierung, wobei dieser Weg jedoch nur in früheren Jahren praktikabel war. Bei immer engeren Etats, im- mer weniger Personalkapazität, immer größerer Konkurrenz der Non-Profit- Einrichtungen gegenüber Unterhaltsträgern, potentiellen Sponsoren und auf dem Anbietermarkt bleibt heute selbst den Experten kaum noch Zeit, aktuelle Fachliteratur zur Öffentlichkeitsarbeit zu lesen oder ihr reichhaltiges Erfah- rungswissen in der bibliothekarischen Fachpresse zu veröffentlichen. Dies gilt sowohl für Peter Hombeck, den dienstältesten Öffentlichkeitsarbeiter der alten Bundesländer wie für seine Kolleginnen aus den neuen Bundesländern, in denen die bibliothekarische Öffentlichkeitsarbeit vor der Wende Institutionen verankert war, einen funktional angeseheneren Stellenwert und eine bessere personelle Ausstattung als im Westen hatte. Hier wie dort besteht die Er- kenntnis, daß Öffentlichkeitsarbeit heute mehr denn je professionell organi- siert werden muß, also mit effizienteren Methoden und fallsweise auch mit externen Fachkräften. Das dafür erforderliche Know-how läßt sich zwar in Fortbildungen aneignen und immer wieder auffrischen und ,,modernisieren", doch haben auch die Öffentlichkeitsarbeiter wie alle ihre Kolleginnen und Kollegen in den Bibliotheken immer weniger Zeit, sich neben der Bewältigung der aktuellen Aufgaben um ihre berufliche Weiterbildung zu kümmern. Des- halb sollte schon in der Ausbildung ein stabiles Fundament an Planungs- und Steuerungskenntnissen gelegt werden. Ein Bericht aus dem DBI bestätigte den Facettenreichtum der Tätigkeitsfelder und Aufgaben, den die anwesenden Praktiker der Öffentlichkeitsarbeit prä- sentiert hatten. Doch anders als die wenigen Full-Time-Profis, die mit gewis- sen Schwerpunktsetzungen das breite Spektrum insgesamt bedienen, können in den meisten Bibliotheken nur Teilbereiche der Öffentlichkeitsarbeit realisiert werden. So setzen die einen auf ihre gute Veranstaltungsarbeit, andere verfü- gen über hervorragende Werbemittel, wieder andere profilieren sich durch intensive Pressearbeit oder als Kooperationspartner für lokale Kulturanbieter. Im Grunde verfügt das Bibliothekswesen über viele Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, die bundesweit sehr unterschiedlich ausgeprägt und als Gesamtbild nur dem DBI präsent sind. Die einzelnen Ak- teure haben jedoch oft den Eindruck, zu wenig oder die falsche Öffentlich- keitsarbeit durchzuführen, und wenden sich deshalb Rat und Hilfe suchend ans DBI. In den ersten Jahren seines Bestehens erwarteten die Bibliotheken vom DBI- Beratungsdienst - neben einem aktuellen und generellen Gesamtkonzept - vor allem Informationen und Arbeitshilfen zu instrumentellen Bereichen der Öf- fentlichkeitsarbeit. Zu diesen Aspekten wie Schaufenstergestaltung, Drucksa- chenherstellung, Veranstaltungsplanung, Pressearbeit bietet das DBI inzwi- schen Seminare oder vermittelt Referenten. In jüngster Zeit sollen vor allem BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 9 1 9 6 7
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