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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Ausland ______________________________ THEMEN ,,Booklist" ist laut New York Times die ,,acquisitions bible" für Stadt- und Schulbibliotheken der USA. Das Goethe-Institut New York bringt dort jährlich Informationen zu einer kleinen Auswahl deutscher Neuerscheinungen, die die amerikanischen Bibliothekare fast alle für ihre Bibliotheken anschaffen. In ganz Frankreich besteht seit Jahren rege Nachfrage seitens der öffentlichen Bibliotheken und kommunaler Kulturzentren nach deutschlandbezogenen Beiträgen zu Veranstaltuhgsprogrammen, die die französisch-deutsche oder die europäische Zusammenarbeit zum Gegenstand haben. Seit 1990 stellen die Goethe-Institute in Frankreich für diesen Zweck thematische Buchausstel- lungen zusammen, die an die interessierten Institutionen verliehen werden. Es handelt sich um deutschsprachige Bücher, die in kurzen Texten in französi- scher Sprache vorgestellt werden und so auch für ein französisches Publikum ohne Deutschkenntnisse eine Begegnung mit deutschen Büchern attraktiv macht. Diese Ausstellungen erfreuen sich regen Zuspruchs. Ausblick Welches sind die Aspekte der Bibliotheks- und Informationsarbeit, die künftig besonderer Aufmerksamkeit bedürfen ? Mit dieser Frage konfrontiert, möchte ich an erster Stelle auf die Notwendigkeit einer stärkeren Akzentuierung der ,,bibliothekarischen Verbindungsarbeit" hinweisen. Hierunter ist jene Koopera- tion zwischen ausländischen und deutschen Bibliothekaren und anderen Buch- und Informationsvermittlern zu verstehen, wie sie an einigen Beispielen unserer derzeitigen Aktivitäten hier aufgezeigt wurde. Das Goethe-Institut könnte von Partnern gerade aus diesem Bereich bewußter und zielgerichteter für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit genutzt werden. Eine bessere Kenntnis der Arbeitsweise des Goethe-Instituts, insbesondere auf dem Gebiet der Bibliotheks- und Informationsarbeit kann dabei für die deut- sche Fachwelt sicher von Nutzen sein. So ist der Bundesvereinigung Deut- scher Bibliotheksverbände sehr zu danken, daß das Goethe-Institut mit die- sem Beitrag erstmals die Gelegenheit hatte, das ganze Spektrum seiner bi- bliotheksbezogenen Tätigkeit auf einem Deutschen Bibliothekskongreß vor- zustellen. Ein hiermit eng verknüpftes Anliegen ist es mir, die Bipolarität unserer, dem dialogischen und nicht missionarischen Prinzip verpflichteten Arbeitsweise hervorzuheben. Zum Austausch gehören mindestens zwei. Ich wage die Ver- mutung auszusprechen, daß z. B. die Probleme bei der Überwindung der Kluft zwischen Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothekssystemen hierzulan- de ein wenig relativiert werden, daß sie ihre Schärfe verlieren, wenn man sie nicht nur von innen, sondern auch von außen betrachtet. Das Gespräch mit BlBUOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 9 1 9 6 3
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