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Volume Heft 8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ______________________________ Ausland Die Daten werden automatisch nach OhioLINK geladen, dann wiederum an- hand der OCLC-Nummer verglichen und nach weiteren Kriterien - wie oben beschrieben - übernommen oder aussortiert. Weiter steht zu lesen: ,,/Vs lokale Funktion hat die Katalogisierung hohe Frei- heitsgrade. " - Diese Freiheitsgrade vermag ich nicht zu erkennen. Die Mitarbeit an OCLC und den Normdatenbanken der Library of Congress setzt hohes Spezialistentum voraus. Der Nutzen des riesigen kooperativen Verbundes liegt aber darin, daß viele Spezialisten aus USA bei OCLC und Library of Congress mitarbeiten und alle anderen auf ein nutzbares Potential zurückgreifen können. Es bleiben nur geringfügige Veränderungen auf lokaler Ebene - siehe oben. Im nächsten Abschnitt des Gutachtens wird beschrieben, daß die Masse des Materials im Verfahren des ,,Copy Cataloging" mit Ergänzung von Lokal- und Exemplardaten verarbeitet wird - wie ich es auch beschrieben habe. Weiter heißt es: ,fiuf Grund des weitgehend maschinell geführten Union Cata- log sind komplexe Katalogisierungsrichtlinien auf Verbundebene nicht erfor- derlich ..." Das ist richtig für OhioLINK, jedoch sind diese - und zwar umfangreicher als bei uns - bereits auf der Verbundebene OCLC und LCNA gefordert. Daß die- ses Know-How für weniger Fachkräfte (innerhalb einer Universität) notwendig ist als bei uns, liegt an der großen Zahl der OCLC zuarbeitenden Spezialisten - auf USA bezogen und an der kommerziellen Mithilfe bei der Bereinigung der zu normenden Namens- und Titeldaten. Deshalb ist diese Aussage auf uns nicht übertragbar, da wir keinen überregionalen Verbundpool OCLC haben, dem qualifiziert zugearbeitet wird und der Datenlieferant für alle anderen ist (wie es ein paar Absätze weiter durchaus gesehen wird), ebensowenig wie kommerzielle Servicezentren. Die deutschen Normdateien, insbesondere die Personennamensdatei ist (noch) nicht annähernd mit den Normdatenbanken der Library of Congress vergleichbar. Im folgenden wird vorgeschlagen: ,,Der Union Catalog umfaßt die Verbundda- ten und ein durch geeignete Matching/Merging-Verfahren optimiertes Fremd- datenangebot (Deutsche Bibliothek, Library of Congress, British Library, ...). Die Katalogisierung wird ...für die Masse des Materials im Verfahren des Copy Cataloging durchgeführt. Das Fremddatenangebot bestimmt den Katalogisie- rungsstandard des Verbundes. " Technisch gesehen ist dies ein akzeptables Verfahren. Will man - wie in OhioLINK - jedoch eine homogene Datenbank mit Anbindung an Normdateien haben, dann ist das Verfahren des Copy Cataloging zur Zeit nicht in großem Stil möglich. Bei einer durchschnittlichen Universitätsbibliothek werden 50 - 1490 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 8
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