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Volume Heft 8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Ausland 2.1 OSUundOCLC 2.1.1 Abruf und Neuaufnahme Der größte Teil des in westlichen Sprachen eingehenden Materials wird in OSU bereits in der Erwerbungsabteilung im Rahmen der ,,Receiving Activities" katalogisiert, d. h. es wird zum Zeitpunkt des Eingangs sofort katalogisiert. Die Aufnahmen werden in Form von ,,copy cataloging" von OCLC in den loka- len OPAC geladen (teilweise online, teilweise noch als wöchentliche Magnet- bandlieferung, was jedoch abgeschafft werden soll). OCLC deckt in der Regel über 95 % in den westlichen Sprachen ab. Nur die Daten, die nicht in der OCLC-Datenbank zu finden sind, werden von Katalogisierern erfaßt (bei OSU 150 - 200 Titel in westlichen Sprachen von insgesamt 4.000 - 4.500 monatlich). Ebenfalls werden hier die Titel in nicht- westlichen Sprachen erfaßt unter Mithilfe von graduate student assistants (das entspricht wohl unseren geprüften Hilfskräften). Hier wurde jedoch sehr be- tont, daß dies bei der großen Fluktuation einen erheblichen Einarbeitungsauf- wand bedeutet. Das Einbringen von Aufnahmen nach OCLC erfordert neben der Kenntnis von AACR2r und des sehr umfangreichen Formats auch Erfahrung in der Anwen- dung der ,,Library of Congress Rule Interpretations" (einer gewichtigen zwei- bändigen Loseblattausgabe). Arbeitet man darüber hinaus an Normdateien mit - wie das bei OSU der Fall ist - müssen besonders gründliche Anset- zungskenntnisse vorhanden sein, zusätzlich zu Anwendungsbestimmungen der jeweiligen Files, Bestimmungen über Rechercheaktivitäten u. v. m. Diskus- sionen in den verschiedenen E-Mail-Runden zeigen, daß die AACR- und MARC-Gemeinde nicht unbedingt weniger Regeln und Formate resp. die jeweiligen Interpretationen hinterfragt als deutsche Katalogisierer in Verbün- den. Die Katalogabteilung erstellt z. Z. die Aufnahmen für den gesamten Campus. Lediglich die ,,Special Collections" stellen eine eigene Abteilung dar. Hier liegt im übrigen die Abrufquote deutlich unter der allgemeinen. Sie schwankt je- doch erheblich innerhalb der einzelnen Sondersammlungen (bei den mittelal- terlichen slawisch-orthodoxen Handschriften tendiert sie gegen Null). 2.1.2 Korrekturverfahren Die Korrekturverfahren habe ich ziemlich genau hinterfragt, da diese bei uns immer wieder Anlaß zu Kritik geben. Folgende Verfahren werden angewandt: Korrekturen werden im allgemeinen unter der Oberfläche von OCLC gemacht und dann nach OSCAR importiert, ohne daß sie bei OCLC bleiben. Dies gilt für geringfügige Korrekturen, z. B. kleine Meinungsunterschiede wie das An- passen von Cutter an die lokale Signatur und das Hinzufügen lokaler Fußno- ten. 1486 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 8
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