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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN_________________________ Betriebsorganisation I. Motivation Das Bewußtsein für die Notwendigkeit einer Öffentlichkeitsarbeit - auch eines Dienstleistungsbetriebes - scheint zu wachsen. Obwohl die Bibliothek die ,,Ware" Information nicht unter kommerziellen Gesichtspunkten anbietet, hat sie auf einen gesteigerten Informationsbedarf zu reagieren. Angesichts eines immer unüberschaubar werdenden Informationsangebotes, kommt der Biblio- thek gleichsam eine Lotsen- und Orientierungsfunktion zu. Das Signet dient dazu, sich als den adäquaten und erfolgsversprechendsten Vermittler dieser notwendigen Funktion darzustellen. In dem nach Inhalten, Qualität und Form plural strukturierten Medienmarkt gilt es, ein eigenständiges Profil der Biblio- thek herauszuarbeiten. Dies scheint um so mehr notwendig zu sein, als ein gewisser Trend zur Aufnahme privatwirtschaftlicher Werbeträger in den biblio- thekarischen Bereich zu beobachten ist. Im Hinblick auf die ungünstige Entwicklung finanzieller Zuweisungen und haushaltspolitischer Spielräume trägt das Signet dazu bei, die Bedeutung des Tuns einer Bibliothek vor Augen zu führen und darüber Rechenschaft vor dem Staat und vor dem Benutzer abzulegen. Ein Bemühen um die graphische Gestaltung bibliothekarischer Öffentlich- keitsarbeit nimmt in den 1990er Jahren zu.1> Dies ist zum einen auf die gestei- gerten technischen Möglichkeiten der Gestaltung zurückzuführen. Zum ande- ren soll möglicherweise dem Zug der Zeit Rechnung getragen werden, der dem äußeren Erscheinungsbild verstärkt Bedeutung zumißt. Nur selten (18,9%) erfolgt eine bloße Namensnennung der Bibliothek ohne jede graphi- sche Gestaltung. Zumeist (68,9%) wird ein eigener Etat für die Öffentlich- keitsarbeit zur Verfügung gestellt.2' Als Indizien für die Wichtigkeit der Thematik sind zu werten einerseits die hohe Rücklaufquote (70,3%) bei diesem Umfrageprojekt. Andererseits kommt das Streben nach Perfektion, mit der die gewünschte Aussage in visueller Form transparent gemacht werden soll, in dem häufigen Heranziehen profes- sioneller Graphiker (41,9%) zum Ausdruck.3' II. Umsetzung Als Kriterium für die Beurteilung der Umsetzung der genannten Intentionen läßt sich formulieren: kommt zum Ausdruck, daß es sich erstens um eine Bibliothek überhaupt und zweitens um eben diese Bibliothek in ihrer unver- wechselbaren und individuellen Identität handelt? Das Problem früherer Dar- stellungen der Thematik4' besteht darin, daß zu wenig auf den Zielpunkt der Spezifizität abgehoben wird. Es ist keineswegs so, daß nur drei Hauptformen (Gebäudeabbildung, Symbole für Buch und Bücher, Initialen der Bibliotheken) 1292 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 7
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