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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Beruf Mit dieser Stufung von wiederholten Möglichkeiten zur Teamarbeit sollen die vielzitierten Schlüsselqualifikationen61 tatsächlich erworben werden können und nicht nur als Anforderungen auf dem Papier stehenbleiben. Bei der The- menauswahl für Seminare in den Studienschwerpunkten und für das Projekt kann bei der neuen Studienstruktur noch flexibler vorgegangen werden als bisher; aktuelle Probleme der Berufswelt wie auch grundsätzliche können exemplarisch bearbeitet werden. Die für die Berufsausübung so typische Bewältigung der Überfülle an Informationen ist auch für die Lehre ein großes, immer wieder neu zu bewältigendes Problem. ,,Die Auswahl der Lehrinhalte im Grund- und Hauptstudium ergibt sich aus den Anforderungen der Praxis, dem jeweiligen Stand der Wissenschaft, der Hoch- schuldidaktik und den Zielen des Studiums; die Auswahl ist stetiger Verände- rung unterworfen" (Studienordnung § 4,5). Dies soll künftig in jährlich stattfin- denden Lehrplankonferenzen geschehen. Reform der Didaktik - Reform der Prüfungen Die Hamburger Studienreform ist also vorwiegend eine Reform der theoreti- schen Ausbildung, eine Verbesserung ihrer Didaktik. Ziel ist, durch Verände- rung der Studienstrukturen und Prüfungen, in zentralen bibliothekarischen Arbeitsgebieten schrittweise die Berufsfähigkeit der Studierenden durch akti- ves Lernen aufbauen zu können. Die positiven Erfahrungen der am Fachbe- reich Lehrenden, die seit Jahren in verschiedensten Projekten diesen Theorie- Praxis-Transfer8' probieren, waren ausschlaggebend für die Implementierung der vorwiegend aktiven Lernformen in Grund- und Hauptstudium. Um die dort erzielten Lernergebnisse auch abprüfbar zu machen, wurde es zusätzlich notwendig, intensiv über adäquate Prüfungsformen nachzudenken und in der Prüfungsordnung zu verankern. Die für Universitäten noch immer typischen akademischen Prüfungen (mündli- che Prüfung und Klausur) sind zur Überprüfung von Berufsfähigkeit wenig geeignet. Da Bibliothekarinnen keine Expertinnen im wissenschaftlichen Dis- kurs oder im Veröffentlichen von Forschungsergebnissen sein werden, son- dern versierte Managerinnen sein müssen, sollten sie die für den Beruf typi- schen Arbeiten zeigen können, die zugleich auch die Anforderungen der Ausbildungsinstitution an wissenschaftliches Arbeiten erfüllen. Dies kann künftig besser in Facharbeiten, Fallstudien und der Projektleistung geschehen. ,,Die Facharbeit ist eine fachspezifische Hausarbeit mit Präsentation und Be- gründung der zentralen Ergebnisse. Sie kann aus verschiedenen fachspezifi- schen Aufgaben bestehen, die zu lösen sind: so z. B. die Durchführung von Informationsrecherchen, dem Anlegen einer Datenbank, das Erstellen einer 1272 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 7
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