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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Beruf ________________________________ THEMEN In Vertiefungskursen können Studierende bei Interesse ebenfalls zusätzlich zur Basisausbildung Spezialkenntnisse in Formalerschließung erwerben. Diese können bei der Einstellung in wissenschaftlichen Bibliotheken von Vorteil sein; dies gilt im besonderen Maße für die vielen derzeitigen Projekte der Kata- logkonversion. Die Hamburger Absolventinnen werden für die Anforderungen des 21. Jahr- hunderts in Bibliotheken beider Sparten und aller Größen dann hoffentlich noch besser gerüstet sein als bisher. Eine flexiblere Studienstruktur im Haupt- studium ermöglicht, rechtzeitig auf Neuerungen im Berufsfeld zu reagieren. Neue Prüfungsformen lösen das bisher häufig aufgesetzte mechanische Ler- nen für Klausuren und mündliche Prüfungen ab. Sie erlauben, in den Fächern erarbeitete Produkte, Arbeitsergebnisse von Teams und damit die angestreb- te Berufsfähigkeit zu bewerten. Verlängerung des Studiums auf acht Semester Das Studium wurde auf acht Semester verlängert. Eine Regelung, die EU- und Fachhochschulnormen Rechnung trägt, aber auch eine Anpassung an jetzige Realitäten bedeutet: schon jetzt beenden über 50 % der Studierenden ihr Studium erst nach dem achten Semester. Studierende erhalten wie bisher pro Semester 20 Stunden Unterricht im Grundstudium; im Hauptstudium nur ca. 18 Stunden. Es wird von ihnen erwar- tet, daß sie selbst noch 20 bzw. 22 Stunden in der Woche in EDV-Laboren und in der Fachbibliothek beim Selbststudium und mit ihren Arbeitsgruppen verbringen. Diese Erwartung ist realistisch, angesichts der Tatsache, daß die meisten Studierenden sich ein Zubrot verdienen müssen und während des Studiums diversen Jobs nachgehen, wie erst kürzlich eine Befragung unter Studierenden am Fachbereich ergab.11 Leitgedanken der Studienreform Hauptziel dieser Reform des mittlerweile zwölf Jahre alten Studienganges Bibliothekswesen war, die Arbeitsmarktchancen der Absolventinnen zu ver- bessern bzw. zu verbreitern, insbesondere auf dem Hintergrund der rasanten Veränderungen der Bibliotheks- und Informationspraxis.21 Aus einzelnen Rück- meldungen von Absolventinnen, die sich erfolgreich um eine Stelle bewerben konnten und systematischen Analysen von Stellenanzeigen31 wurde deutlich, daß ohne informationstechnologische Kenntnisse in allen bibliothekarischen Tätigkeitsbereichen heute keine Anstellung mehr zu bekommen ist, daß neben selbstverständlichen Basiskenntnissen am ehesten Spezialkenntnisse in In- formationstechnologie, über neue Medien und in Öffentlichkeitsarbeit zu einer BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 7 1269
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