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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Erwerbung _____________________________ THEMEN 8. Bankgebühren: Die Kosten für die Überweisung gehen in der Regel zu Lasten der Biblio- theken. Die Höhe der Gebühren hängt von dem beauftragten Bankinstitut ab, auf dessen Wahl die Bibliothek im allgemeinen keinen Einfluß hat. Überweisungen an ausländische Lieferanten sind besonders teuer, auch wenn sie DM-Konten in Deutschland unterhalten. Je stärker die Bestellun- gen gestreut werden, um so mehr fallen die Bankgebühren ins Gewicht. 9. Umrechnungskurse: Wenn ausländische Produkte in der Zahlungswährung berechnet werden, ist der Umrechnungskurs zu beachten. Manche Lieferanten kalkulieren ei- nen Risikozuschlag ein, weil zwischen dem Bezahlen der Verlagsrechnung und dem Zahlungseingang durch die Bibliothek Kursschwankungen eintre- ten können. Bei relativer Kursstabilität empfiehlt es sich, den Tageskurs zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung zugrunde zu legen. 10. Kosten der Lieferanten: Im Buchhandel wird nur im Erfolgsfall, also für die Lieferung bezahlt, im Gegensatz zu anderen Branchen. Vor einigen Monaten bestellte ich den Kundendienst, weil die automatische Uhr in meinem Elektroherd nicht mehr funktionierte. Der Handwerker klemmte das Kabel ab und verlangte DM 160,-. Wenn ein Buchhändler für eine Bibliothek einen Titel aus Haiti bestellt und nach wiederholtem Mahnen als nicht lieferbar meldet, hat er erhebliche Kosten gehabt, die er aber laut Handelsbrauch nicht weiterbe- rechnen darf. Wir wollen zu unseren Gunsten hoffen, daß es so bleibt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Gebühren, die die Agenturen für die Besorgung der Zeitschriften berechnen. Anders als bei den amerikanischen Kollegen ist das regelmäßige Einholen von Angeboten in deutschen Bibliothe- ken nicht üblich. Die Kollegen scheuen den Arbeitsaufwand. Regelmäßige Leistungskontrollen wirken sich jedoch positiv auf die Geschäftskultur aus. Das Verfahren ist tatsächlich mit einiger Mühe verbunden, weil eine saubere Ausgangsbasis gefunden werden muß, um die Angebote vergleichen zu kön- nen. Einige der wichtigsten Grundlagen sind: · Die Titelliste muß eine Mischung aus teuren und preiswerten, schwer und leicht zu beschaffenden Titeln enthalten. · Jahrbücher, Serien und Kombi-Abonnements sollten ausgeklammert wer- den. · Alle Agenturen müssen die gleiche Liste erhalten. · Der Vergleich kann nur anhand der Vorjahrespreise vorgenommen werden. · Es sind feste Umrechnungskurse vorzugeben. BlBUOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 6 1 0 1 3
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