Path:
Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Betriebsorganisation _________________________ THEMEN durchschnittlich über 5 Arbeitstagen führen. Abschließend läßt sich daher konstatieren: /Aussage 10: Neben den zu langen reinen Lieferzeiten nimmt auch die interne Abwicklung der Bestellungen in der vermittelnden Bibliothek zu viel Zeit in Anspruch. Hier müssen interne Geschäftsprozeßoptimierungen eingeleitet werden, um den möglichen Effekt einer Online-Lieferung nicht zu konterkarieren. 5. Benchmarking als Instrument zur Prozeßverbesserung Da sowohl die reinen Lieferzeiten als auch die Vor- und Nachlieferzeiten für eine elektronische Dokumentlieferung momentan noch nicht hinreichend op- timiert sind und z. T. die Erhebung einer Gebühr für eine derartige Dienstlei- stung zumindest in der bisherigen Höhe nicht rechtfertigen, sollten Maßnah- men zur Durchlaufzeitverbesserung entwickelt und umgesetzt werden. In diesem Kontext soll das Benchmarking251 als Instrument zur Identifizierung von Prozeßverbesserungsmöglichkeiten kurz vorgestellt werden. Plakativ läßt sich die Grundidee des Benchmarking mit der Formel ,,Kapieren und Kopieren" einführen. Das Benchmarking ist durch das systematische Suchen nach rationellen Vorgehensweisen und besseren Lösungen für detail- lierte Problemfelder außerhalb der ,,eigenen Welt" bzw. der eigenen Branche gekennzeichnet. So dient es der Aufspürung von Verbesserungspotentialen für Produkte, Dienstleistungen und betriebliche Prozesse261 durch einen kenn- zahlenbasierten Vergleich mit Abteilungen des eigenen Unternehmens, mit Konkurrenten oder mit branchenfremden Unternehmen. Als zentrales Charak- teristikum des auszuwählenden Vergleichsunternehmens zählt dabei dessen anerkannte Fähigkeit, bei dem zu vergleichenden Objekt besondere Leistun- gen zu erzielen. Als Ziel des Benchmarking füngiert allerdings nicht nur die vergleichende Darstellung bestimmter Handlungsergebnisse, sondern es soll vielmehr offengelegt werden, wie diese Ergebnisse zustandegekommen sind: Denn nur über ein ,,Kapieren" der Ursachen kann es auch zu einem ,,Kopie- ren" der Methoden zur zukünftigen Vermeidung der identifizierten Schwächen kommen. Nicht die Unterschiede zu anderen sind beim Benchmarking der Schwerpunkt der Untersuchung, sondern die gezielte Identifikation der besten Praktiken, mit denen überdurchschnittliche Wettbewerbsvorteile zu erreichen sind. Das Benchmarking ist entscheidend geprägt von der Frage: ,,Warum machen es andere besser?". Als elementar dabei erweist sich die ,,Festlegung geeigneter Leistungsbeurteilungsgrößen (Benchmarks) für sämtliche Schlüs- selaktivitäten"281, da insbesondere quantifizierbare Größen die Notwendigkeit zur Prozeßverbesserung offenlegen und zur Ermittlung des idealen Bench- markingpartners beitragen. BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 6 1 7 0 3
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.