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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN_____________________________ Erschließung die Eingabe einer komplexen Mehrwortfrage seitens eines fiktiven Benut- zers mit den Gegebenheiten alphabetisch geordneter Listen in Überein- stimmung gebracht werden. Die Alternative einer Eingabe über Suchmas- ken, ohne gleichzeitig das Register aufgeblättert zu bekommen - wie dies beispielsweise in vielen WWW-OPACs der Fall ist - stand nicht zur Verfü- gung. So waren verschiedene Abwägungen im Hinblick darauf zu treffen, daß bei Eingabe einer Frage in eine Suchmaske nicht die gleiche Trans- parenz des Vokabulars (z.B. Singular-Pluralformen oder Flektionsendun- gen) gegeben ist wie in einer alphabetisch geordneten Liste. Soweit wie möglich und sinnvoll wurden die Suchfragen in verschiedene Eingabevari- anten transformiert, um die Treffermengen zu bilden5'. 2. Es mußte ein Relevanzkriterium für die Bestimmung der auf eine Suchfra- ge bezogenen Menge aller relevanten Treffer festgelegt werden. In Abwä- gung aller in der Literatur enthaltenen Varianten solcher Relevanzkriterien wurde folgende Festlegung benutzt: Jeder Titel, der nach Ansicht aller Daten der bibliographischen Beschreibung einschließlich der zugeteilten Schlagwörter nicht als von vornherein irrelevant erschien, bei dem also ein Interesse vermutet werden konnte, sich das Originaldokument genauer anzusehen, wird als relevant gewertet. 3.. Klassische Retrievaltests berechnen für die Bewertung der erzielten Tref- fermengen die Größen Recall und Präzision jeweils auf der Basis der ge- fundenen relevanten bzw. nicht relevanten Dokumente sowie der nicht gefundenen relevanten Dokumente. Zur Berechnung des Recall ist es er- forderlich zu wissen, welche relevanten Dokumente in einer Datenbank für eine spezielle Frage insgesamt enthalten sind. Bei dem Umfang der hier vorhandenen Datenbank war es von vornherein ausgeschlossen, alle ent- haltenen Dokumente zu kennen. Insofern war es auch nicht möglich, für alle Suchfragen alle in der Datenbank vorhandenen relevanten Dokumente zu bestimmen. Es wurde darauf verzichtet, durch Einsatz aller zur Verfü- gung stehenden Retrieval-Hilfsmittel eine Annäherung an diese Doku- mentmenge zu finden, da nicht sichergestellt werden konnte, daß dies gleichmäßig für alle 100 Fragen möglich sein würde. Die Angabe einer rechnerischen Größe Recall war damit nicht möglich. Die vorgenommene quantitative Analyse beschränkt sich dementsprechend auf die Angabe der Werte der gefundenen Titel, die in Beziehung gesetzt werden zu den gefundenen relevanten Titeln. Zur Begründung dieser Festsetzungen sei zusammenfassend noch einmal erwähnt, daß für Retrievaltests im bibliothekarischen Bereich der hier zugrun- degelegte Dokumentenbestand außergewöhnlich groß war. Jeder Retrieval- test muß die bereits genannten Parameter Indexierungsverfahren, Retrieval- 62 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 1
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