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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Kommissionen __________________________ THEMEN einzelne Zeitschriftenhefte, die aus Drittländern eingeführt werden, beim Zoll- amt auslösen oder, wenn die Hefte direkt ins Haus geliefert werden und der Wert DM 50,00 und mehr beträgt, die Steuern hinterziehen. Dieses Verfahren kann im Falle einer Zollprüfung zu erheblichen Nachzahlungen für die Jahre ab 1994 führen. Was die Erwerbsteuer beim Binnenhandel betrifft, fanden erste Steuerprüfun- gen in einzelnen Bibliotheken statt. Diese Prüfungen sind mit einem immensen Arbeitsaufwand verbunden. Sie zeigen einerseits, daß das elektronische Überwachungssystem der euro- päischen Finanzbehörden nur unzureichend funktioniert, daß aber anderer- seits eine nachlässige Handhabung der Steuererklärung nicht zu empfehlen ist. Im BIBLIOTHEKSDIENST 1996, H. 8/9 berichtete die Kommission von der Ent- scheidung der Oberfinanzdirektion in München, daß bei der Einfuhr von CD- ROMs nur der Materialwert als Zollwert zugrunde zu legen sei. Diese Interpre- tation wurde durch Stellungnahmen von Steuerberatern in Zweifel gezogen. Eine endgültige und offizielle Aussage stand zum Ende des Berichtsjahres noch aus. Im April 1996 referierte Ursula Allenberg auf einer Fortbildungsveranstaltung in Leipzig zum Thema Steuern. Im Oktober leitete die Vorsitzende auf einer Ver- anstaltung des HBZ in Köln einen Workshop ,,Steuern und Einfuhrabgaben im Erwerbungsbereich". Die Expertengruppe Steuerratgeber traf sich im Berichtsjahr dreimal, um die Broschüre ,,Umsatzsteuern - Ein Leitfaden für Erwerbungsbibliothekare" vor- zubereiten, deren Erscheinen für den Frühsommer 1997 geplant ist. Mitglieder der Gruppe sind: Regina Elias (DBI), Brigitte Mahr (StUB Ffm), Manfred Müller (Börsenverein), Margot Wiesner (Vorsitz, StUB Frankfurt/M.) 4. Bestandsentwicklung Im Frühjahr wurde die Absicht der DDB bekannt, ihre Sammelrichtlinien er- heblich einzuschränken, um Personal einzusparen. In einem Schreiben an die Erwerbungsleitung der Deutschen Bibliothek äußerte die Kommission ihr Befremden darüber, daß diese Entscheidung getroffen wurde, ohne vorher die regionalen Pflichtexemplarbibliotheken zu konsultieren, die nun mit dem Pro- blem konfrontiert sind, ihre Sammeltätigkeit im regionalen Bereich gegebenen- falls verstärken zu müssen. Der Vorschlag der Kommission, auf die Sammlung und doppelte Verzeichnung von Literatur mit erstem Erscheinungsort in Öste- reich oder der Schweiz zu verzichten, wurde von der Leitung der DDB nicht in Betracht gezogen, obwohl hier ein erhebliches Sparpotential liegt. Eine Sit- BIBUOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 5 869
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