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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN __________________________ Europäische Union 3. Meinungen der Teilnehmer1' Mit Infogepäck in Form von Papier, aber auch im Kopf kehrte ich nach der Veranstaltung in Stuttgart zurück ins heimische Bad Tölz. 11/2 Tage Vorträge und praktische Übungen rund um öffentliche Büchereien, für einen Nichtinsider durchaus fordernd. Jetzt im Zug nach Bad Tölz sortiere ich die Eindrücke und frage mich: hat die Veranstaltung mir etwas gebracht? Nun, zunächst sollte man die Motive kennen, die einen Verwaltungschef ver- anlassen, eine Tagung zu besuchen, die sich doch mit einem am Rande sei- ner Tätigkeit befindlichen Thema beschäftigt. Da wären einmal: 1. steht die Stadt vor dem Sprung ins Internet - Verknüpfungsmöglichkei- ten sollten rechtzeitig erkannt werden, 2. steht der Wechsel in der Büchereileitung kurz bevor, der Personalchef sollte also wenigstens wissen, was im Bibliothekswesen derzeit so läuft und vielleicht auch ein paar ,,gute Fragen zur Hand haben", 3. es eröffnete sich die Chance einmal zwei Tage sich nur dem Thema Stadtbücherei zu widmen, was sonst im Tagesgeschäft nicht möglich ist. Nicht verhehlen möchte ich die zunächst vorherrschende Skepsis, eigentlich sah ich nach wie vor das Buch im Mittelpunkt des Interesses. Nun, die Tagung hat mir zunächst einmal die Augen dafür geöffnet, welche gigantischen Veränderungen auf diesem Sektor derzeit geschehen; welch unendlich viele Möglichkeiten die neuen Techniken eröffnen, wenn man nur bereit ist sich darauf einzulassen; wie sehr die von den Kommunen finanzier- ten Bibliotheken davon profitieren können. Der Ausspruch ,,do or die", den der Referent der Stadtbibliothek Köln, Herr Daniel, gebrauchte, beschreibt das Szenario treffend. Mir wurde auch während des Vortrags ,,Mit dem Mausklick zum Durchblick! Lernprogramme und Edutainment in Angebot und Aktion" der Stadtbücherei Stuttgart klar, daß es jenseits von Vorlesestunden noch viele andere Möglich- keiten gibt, Kinder und Jugendliche via Kombination verschiedener Medien in die Bücherei zurückzuholen, um sich ganz nebenbei den späteren Kunden- stamm aufzubauen. Erfahrungen sollen beweisen, daß das Interesse am Buch nach wie vor besteht, trotz des umfassenden medialen Angebots. Zu den Vorträgen im speziellen möchte ich positiv herausstellen, daß auch Büchereien wie Biberach oder Hachenburg zu Wort kamen. 1) Die Zuschriften von Teilnehmern werden hier in Auszügen wiedergegeben. (Red.) 852 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. {1997), H. 5
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