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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

THEMEN _________________________ Betriebsorganisation ren nicht zufriedenstellen. 1994 betrug das Einnahmedefizit 7,5 % und 1995 lag es bei 27,6 % gegenüber den Zielvorstellungen. 4. Gegensteuerung auf Grund der ersten Ergebnisse und Erfahrungen Bereits im Frühjahr 1995, nach Vorlage des ersten Jahresergebnisses mit Ausleihgebühren, war die zwingende Notwendigkeit erkannt worden, durch Gegensteuerung einen optimaleren Zielerreichungsgrad zu bewirken und auch die nachfrageorientierten Leistungsziele nach den Erfahrungen zu korrigieren. Proteste der Studenten, die auf eine Ermäßigungsregelung drängten, waren über GAL und "Studi-Liste" bis in den Gemeinderat vorgedrungen. Zunächst konnte noch keine Lösung in dieser Hinsicht gefunden werden, da es keinen Deckungsvorschlag für die zu erwartenden Mindereinnahmen gab. Die weitere Analysearbeit sowie die Erarbeitung von Korrekturvorschlägen und Alternativ- vorlagen wurde im wesentlichen als Projektarbeit gestaltet. Es entsprach einerseits dem noch mitarbeiterorientierteren Denken seit Einführung der Verwaltungsreform und andererseits der Erkenntnis, daß sich möglichst alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit den Ausleihgebühren identifizieren, dahin- ter stehen und auch sicher nach außen vertreten müssen, wenn eine aus Bibliothekaren, Bibliotheksassistentinnen, Büchereinangestellten und Perso- nalrat gebildete Projektgruppe eingerichtet wurde. Ziele für die Arbeit im Pro- jekt waren: Stoppen des Nutzerrückganges Wiederanstieg der Entleihungen Korrektur von Fehlannahmen bei den nachfrage- orientierten Leistungszielen keine weiteren Mindereinnahmen bei den Ausleih- gebühren Wichtigster Diskussionspunkt bei der Gebührenneugestaltung war die Frage, ob es sinnvoll sei, neben der Jahresausleihgebühr die Einzelausleihgebühr beizubehalten. In der Tat hatte sich die Einzelausleihgebühr bisher als auf- wendig und unwirtschaftlich erwiesen und auch die Nutzer zum Kalkulieren nach Kaufhausmentalität bewegen. Die sehr knappe Mehrzahl der Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter war der Auffassung, daß eine Jahresausleihgebühr in Höhe von 2 Kinokarten jedem Nutzer die Büchereibenutzung wert sein sollte. Ausschlaggebend waren schließlich die Bedenken, daß es nutzerunfreundlich sei, ein Angebot, welches die Hälfte aller Nutzer angenommen hatte, einfach zu streichen, und schließlich mußten die Einzelausleihgebühren durch einen 822 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 5
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