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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Betriebsorganisation .THEMEN womit in Kauf genommen wurde, daß dort erhebliche Arbeitsrückstände ent- standen. Der genannte Personalmehrbedarf kam folgendermaßen zustande: 1,75 Stellen (= 68 StdTWo.) in der Ausleihverbuchung und Nutzeranmeldung. Jeder der ca. 2.000 tägli- chen Nutzer mußte sich für eine der beiden Gebührenvarianten entscheiden; erhöhter Ge- sprächsbedarf; Umstellung der Nutzerdaten in der EDV; Einnahme der Gebühren; Quittungen ausstellen; Dauerstreß; gesamte Leitungsspitze war präsent. 0,30 Stellen (=13 Std./Wo.) in der Kassenverwaltung und Abrechnung der Gebühren, täglich bis 20.000,- DM Einnahmen; Wechselgeldmangel; zählen; buchen; einbezahlen. 0,30 Stellen (= 13 Std./Wo.) Mehrbelastung in der Mahnstel- le wegen Beschwerden, Reklamationen, Dis- kussionen, Zahlungsverweigerungen, die in der Anfangsphase stark anstiegen. 0,15 Stellen (ca. 6 StdTWo.) Mehrarbeit in der Abteilungslei- tung als nächsthöherer Beschwerdeinstanz; zusätzliche Besprechungen; zusätzlicher Or- ganisationsaufwand; Mitarbeitermotivation. Nach etwa 2 Monaten konnte im Bereich der Ausleihverbuchung und Nutzer- anmeldung wieder mit gewohnter Personalstärke gearbeitet werden. Inzwi- schen hatten die über 70 % Häufignutzer, sofern sie auch bei den neuen Ausleihgebühren die Bibliothek weiter nutzen wollten, ihre (Jahres-)Gebühren entrichtet, und nun machte sich der erwartete Rückgang der Neuanmeldun- gen und Entleihungen bemerkbar, der die Mehrarbeit durch den Aufwand mit der Abwicklung der Einzelausleihgebühren egalisierte. Klagen, Zahlungsver- weigerungen und Reklamationen bezüglich der Ausleihgebühren und erhöhten Säumnisgebühren entwickelten sich rückläufig, blieben aber auf Dauer höher als bei einem Büchereibetrieb ohne Ausleihgebühren. Probleme, wie die Übertragbarkeit von Nutzerausweisen, Ausleihe mit Vollmachten, Mißbrauch von Nutzerausweisen oder das Mitnehmen unverbuchter Medien, die vorher keine große Rolle spielten, gewannen an Bedeutung und erforderten klare Regelungen. Gleichzeitig stieg in vielerlei Hinsicht die Anspruchshaltung der Nutzer, die für ihr gutes Geld natürlich bei Leistung und Service etwas erwar- teten. Nach Ablauf von etwa 2 Monaten reduzierte sich ebenfalls der Mehr- BlBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 5 819
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