Path:
Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN_________________________ Betriebsorganisation allerdings zu vernachlässigen, daß eine tatsächliche Bestellung in einem sol- chen Falle immer eine Ungewisse ,,Blindbestellung" ist. Erfahrungen im - an anderer Stelle zu erörternden - SERVICE CENTER der ULB Düsseldorf121 rechtfer- tigen dieses Vorgehen. Als Dokumentlieferanten mit elektronischem Bestellweg im Falle von Zeit- schriftenaufsätzen wurden die DBI-ünk-Module BSER13), KNAW14' und ZDB1, das nordrhein-westfälische Zeitschriftenschnellbestellsystem JASON sowie der amerikanische Anbieter UnCover gewählt. Ausschlaggebend für diese Wahl war primär die Möglichkeit der kostenlosen Recherche15' in den von diesen Anbietern vorgehaltenen Datenbanken, da eine derartige Servicelei- stung von der ULB Düsseldorf zunächst als Voraussetzung gesehen wird, um das Angebot von Online-Lieferanten kurzfristig im Rahmen der Projektarbeit von COMBI gezielt an die Nutzer weiterzugeben. Auf eine detailliertere Unter- scheidung der verschiedenen Teilnehmer an den deutschen DBI-Link-Modu- len (VK95 und ZDB1) wurde verzichtet, da nicht die spezielle Lieferbereitschaft einzelner Bibliotheken ermittelt werden sollte. Vielmehr war Ziel der Untersu- chung - wie oben dargelegt - die Gewinnung von Aussagen über die generelle Lieferbereitschaft von Dokumentlieferanten mit elektronischem Bestellweg. 3.2. Ablauf der Analyse Um bei den zu untersuchenden Literaturwünschen eine hohe Affinität zu der gewöhnlichen Literaturnachfrage im Rahmen der passiven Femleihe zu erzie- len, wurde täglich eine zufällige Stichprobe aus allen Fernleihscheinen gezo- gen. Diese Stichprobe wurde unter Berücksichtigung der Literaturart jeweils in allen oben vorgestellten Online-Datenbanken recherchiert. Unter Düsseldorfer Rahmenbedingungen können bereits bei einer Stichprobe von 384 Fernleihscheinen Aussagen hinsichtlich der Lieferbereitschaft für alle Fernleihen eines Jahres mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % getroffen werden. Die gezogene Stichprobe wurde in allen geeigneten Datenbanken recherchiert, da vergleichende Aussagen über die Lieferbereitschaft einzelner Dokumentlieferanten mit elektronischem Bestellweg gewonnen werden soll- ten. Dieses Ziel hätte nicht erreicht werden können, wenn jeder Literatur- wunsch in jeweils nur einer Datenbank auf Verfügbarkeit geprüft worden wäre. Außerdem hätte ein solches Verfahren das Problem nach sich gezogen, daß ex-ante nicht objektiv zu begründen gewesen wäre, in welcher Datenbank welche Bestellung zu recherchieren sei. Um dem Anfall der Fernleihbestellungen im Verlauf eines Jahres Rechnung zu tragen sowie Verzerrungen auf Grund temporär auftretender Massenbestel- lungen in dem speziellen Forschungsbereich eines bzw. weniger Bibliotheks- nutzer zu nivellieren und eine hinreichend große Vielfalt von Literaturwünschen in die Analyse integrieren zu können, wurde täglich nur jeder zehnte Fernleih- 50 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 1
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.