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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Ausland So weilte im Rahmen eines vom DIPF initiierten und von der Bibliothekari- schen Auslandsstelle in Berlin geförderten Austauschprogramms die bereits an anderer Stelle erwähnte Stellvertretende Direktorin der Moskauer Biblio- thek, Dr. Elena A. Pavlova, im März 1996 auf Einladung der Leiterin des DIPF- Servicebereichs, Dr. Irmgard Lankenau, zu einem vierwöchigen Studien- und Arbeitsaufenthalt im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische For- schung. Frau Pavlova erhielt außerdem Gelegenheit, sich im Rahmen ihres Besuchsprogramms über Ausstattung und Arbeitsabläufe in Bibliotheken sowie Informations- und Dokumentationszentren in Berlin, Bochum und Karlsruhe zu informieren. Umgekehrt arbeitete der Autor des vorliegenden Teilbeitrages im Juli 1996 in der Moskauer Partnereinrichtung. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen ansonsten der Austausch von Litera- tur sowie in begrenztem Maße der Spezialistenaustausch und gemeinsame Terminologiearbeit. Vor allem sollen jedoch die Forscherinnen der Russischen Akademie und die des Frankfurter Instituts mit seinen deutschen Kooperati- onspartnern profitieren, wenn sie sich im Gastland in den entsprechenden Serviceeinrichtungen aufhalten und dort schnell, umfassend und aktuell in- formiert werden wollen. Resümee Die Aufrechterhaltung und Förderung der Ushinskij-Bibliothek, die sich als ein komplexes Informations-, Dokumentations-, Bibliotheks- und sogar Literatur- vertriebszentrum an der Russischen Akademie für Bildung profilieren möchte, ist zwar in erster Linie ein russisches Anliegen, zugleich aber auch eines der GUS-Staaten und überdies sicherlich ein weltweites. Nutzer der ,,Kulturschät- ze" dieser Bibliothek sind letztendlich auch deutsche Interessenten. Außer- dem hat die Ushinka eine unverzichtbare Mittlerfunktion im Hinblick auf die Beschaffung von bildungsrelevanten russischen Originaldokumenten für die Informationsvermittlung in der Bundesrepublik Deutschland. So wäre durch- aus ein deutsches Förderungsprojekt in Kooperation mit der UNESCO und der Europäischen Kommission vorstellbar. Ohnehin ist die Ushinskij-Bibliothek auf Auslandsunterstützung angewiesen. Diese Unterstützung ist nicht einfach als Förderung einer Einzelinstitution zu begreifen und zu entscheiden, sondern auf Grund der Schlüsselstellung der Ushinskij-Bibliothek im gesamten Prozeß der Demokratisierung und Reform des Bildungswesens als eine weitreichende Maßnahme mit Multiplikatorenwirkung. 806 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 5
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