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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Zielgruppen ______________________________ THEMEN Andere Spezifika finden sich in der Region Rostock. Dierkow und Toitenwinkel haben ihre regionale und soziale Besonderheit (z. B. ein ausgesprochen ge- ringer Ausländeranteil). Gegenüber 1993 sind die Freizeitangebote für Ju- gendliche im Stadtteil verbessert worden. Hieraus ergeben sich Konsequen- zen, die bei der Auswertung der Daten immer den Bezug zur jeweiligen Regi- on und der jeweiligen Bibliothek verlangen. Generalisierungen, auch im Hin- blick auf einen dualistischen Ost-West-Vergleich, schließen sich dadurch aus. Trend: Freizeit Jugendlicher ist gemeinsame Freizeit Ein allgemeiner jugendtypischer Trend bezieht sich auf die hohe - und gegen- über 1993 noch gestiegene - Bedeutung der Peer group (Freundesgruppe der gleichaltrigen Jugendlichen) für die Freizeit. Übereinstimmend bezeichnen in Hamburg und Rostock die befragten Jugendlichen das Zusammensein mit Freunden und Freundinnen als ihre liebste Freizeitaktivität. Zwar gibt es in dieser Beziehung geschlechtsspezifische Unterschiede, Mäd- chen nennen das Zusammensein mit Freundinnen oder Freunden häufiger als Jungen, allerdings relativieren andere beliebte Freizeitaktivitäten (z. B. für die Jungen der Sportbereich, der eine hohe soziale Komponente aufweist) diese Unterschiede. In diesen Trend paßt auch die gleichlautende Aussage der Jugendlichen in Hamburg und Rostock, daß entweder die eigene oder die Wohnung der Freundinnen oder Freunde der mit Abstand wichtigste Freizei- tort ist. Gemeinsam gilt für beide Regionen mit ihren Bibliotheken, daß der Trend einer gemeinsamen Freizeit sich auch auf Bibliotheken erstreckt. Auch in den Bibliotheken möchten die Jugendlichen nicht nur ausleihen, lesen, Computer nutzen oder Informationen abrufen, sondern sich treffen und gemeinsam Frei- zeit verbringen. Damit ändert sich die Erwartungshaltung Jugendlicher an ihre Bibliotheken. Gewünscht werden auch in Bibliotheken Räume, Kommunikati- ons- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die das ruhige, 'klassische' Ambiente von Bibliotheken in Richtung eines jugendlichen Freizeitraumes verändern. Mit ihrem Angebot eines Jugendbereichs bzw. einer Jugendecke haben die Pro- jektbibliotheken diesem Wunsch entsprochen, und diese Angebote werden von den Jugendlichen angenommen. Trend: Verbesserungen des allgemeinen Freizeitangebots gehen nicht zu Lasten der Jugendbibliothek Vor allem in Rostock waren die Jugendlichen 1993 in hohem Maße unzufrie- den mit dem allgemeinen Freizeitangebot. Dieses Angebot hat sich 1996 deutlich verbessert - wenngleich weiterer Bedarf besteht. Für das Bibliotheks- BlBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 4 663
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