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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Neue Medien Außerdem hat die Arbeitsgruppe Wissenschaftliche Bibliotheken der KMK die Einrichtung einer Fachgruppe für digitale Dissertationen vorgesehen. Auch dazu hat Die Deutsche Bibliothek ihre Mitarbeit angeboten. Es ist wichtig, daß sich die Bibliotheken klar artikulieren, konkrete Verfahrens- vorschläge machen, die Dienstleistungen gestalten und selbst auch entspre- chende Verpflichtungen eingehen. Parallel zu technischen und organisatori- schen Überlegungen ist eine Initiative zur Änderung der Promotionsordnung erforderlich, die die Ablieferungspflicht für Promovenden regelt, Datenträger und Datenformate festlegt und die Anzahl der gedruckten Exemplare parallel zur Netzpublikation bestimmt. Die organisatorischen und technischen Vorschläge - durch entsprechende Pilotprojekte umgesetzt - müssen einerseits die langfristige Sicherung elek- tronischer Dissertationen, andererseits die direkte Verfügbarkeit regeln. Bei diesen Überlegungen können durchaus die Strukturen des bisherigen kon- ventionellen Verfahrens Hilfestellungen leisten. Verpflichtend sollte sein, daß die lokale Universität durch ihre Hochschulbi- bliothek und Die Deutsche Bibliothek für die langfristige Verfügbarkeit verant- wortlich sind. Das ist schon heute so bei gedruckten Dissertationen! Dazu sollte sowohl ein elektronisches als auch ein gedrucktes Archivexemplar hin- terlegt werden. Die elektronische Netzpublikation bietet zusätzliche Nutzungsqualitäten. Es genügt deshalb nicht, nur eine gedruckte Version als Archivexemplar zu ha- ben. Beispielsweise erlaubt die Volltexterfassung die punktuelle Textrecherche, oder den Quervergleich identischer Aspekte in verschiedenen Dissertationen oder Publikationen, oder die Verknüpfung mit der Sekundärliteratur. Disserta- tionen werden dadurch attraktiver. Die Langzeitarchivierung elektronischer Publikationen ist andererseits aber mit erheblichem Aufwand im Hinblick auf die laufende Anpassung an die rasante technische Entwicklung verbunden, die Umkopieren, Migrieren oder Konver- tieren bedeutet. Diese Aufgabenstellung ist alles andere als trivial! Für die Aufgabenerfüllung einer elektronischen Depotbibliothek ist deshalb die Definition einer bestimmten technischen und finanziellen Ausstattung erfor- derlich. Ein geeignetes Organisationsmodell könnte wie folgt aussehen: Die Hochschulbibliothek und Die Deutsche Bibliothek archivieren dauerhaft ein gedrucktes Exemplar der Dissertation. Die Hochschulbibliothek und Die Deutsche Bibliothek sichern möglichst die Langzeitverfügbarkeit der elektro- nischen Version. Da für Die Deutsche Bibliothek Dissertationen nur ein Teil 648 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 4
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