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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Ausland ______________________________ THEMEN Anschließend nutzten wir die Möglichkeit zu einer intensiven Besprechung mit dem Staatssekretär des Kultusministers der Regierung Bosniens und Herce- govinas, der dem gemeinsamen Projekt jegliche Unterstützung zusagte. Auf ihn geht auch die Anregung zurück, ob nicht auch eine Partnerschaft zwi- schen der Universität Stuttgart und der Universität Sarajevo sinnvoll wäre. Er kündigte an, sich darum auf jeden Fall auf bosnischer Seite zu bemühen. Zwischenzeitlich hat auch das Generalkonsulat für Bosnien und Hercegovina in Stuttgart seine Hilfe bei dem gemeinsamen Projekt zugesagt, indem es die Literatur für die NUB mit der Kurierpost zu befördern versprach, wodurch die Projektgelder nicht durch Porto geschmälert werden, sondern vollständig für die eigentlichen Zwecke ausgegeben werden können. Wo brennt es, und wie kann man helfen? Uns war von den Kollegen der NUB BiH ermöglicht worden, sowohl das ehe- malige Gebäude der National- und Universitätsbibliothek in Sarajevo zu be- sichtigen als auch die neu zugewiesenen Räumlichkeiten: ,,das Rathaus" (vjecnica) im Stadtzentrum wird gegenwärtig vom österrei- chischen Staat wiedererrichtet mit der Auflage, daß es künftig als Sitz der Nationalbibliothek diene. Dieses Gebäude ist auch Eigentum der NUB BiH, allerdings reißen sich manche andere staatliche und private Einrichtungen um diesen Platz und dieses Gebäude. Es darf jedoch mit ziemlicher Si- cherheit davon ausgegangen werden, daß es nach Fertigstellung (1 bis 2 Jahre!) ausschließlich der NUB BiH zur Verfügung steht. die Tito-Kaserne (ebenfalls noch im Stadtzentrum) wird in ein Universitäts- zentrum umgewandelt, worin die zerstörten Universitätseinrichtungen - früher über die ganze Stadt verteilt - neue Räumlichkeiten erhalten. In die- sem neuen Universitätszentrum wurde der NUB BiH als Universitätsbiblio- thek bereits ein Gebäude überlassen, das - mit Nebengebäude - ca. 3.500 Quadratmeter umfaßt. Allerdings fehlt es an jeglichen Mitteln für die Re- novierung dieser beiden fensterlosen und dachbeschädigten Gebäude. Mit 100.000 Mark wäre die NUB BiH in wenigen Monaten in der Lage, einige der beiden Räumlichkeiten so herzurichten, daß Bücher verliehen und ge- lesen werden können und somit die Literaturversorgung des Landes (im Rahmen der Bestände) gesichert wäre. Arbeitskräfte sind vorhanden und preiswert, allerdings besitzt das zuständige Ministerium nicht einmal die Gelder für die Bezahlung des beschäftigten Personals - hier können Spon- soren mit wenigen Mitteln einen großen Dienst zur kulturellen Versorgung des Landes beitragen. BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 4 589
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