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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Leihverkehr ____________________________ THEMEN Die Benachrichtigungen der Benutzer über eingegangene Lieferungen läuft über das Informationssystem unserer Ausleihverbuchung; anfallende Nach- richten werden entweder per Post und Hauspost dreimal je Woche versandt oder, mit zunehmender Tendenz, per E-Mail. Im letzteren Fall werden Nach- richten in jeder Nacht versandt, wobei dies ein vollautomatischer Betrieb ist, bei dem kein Personal mehr eingeschaltet werden muß. Die Bearbeitung der einzelnen Fernleihbestellungen durch die Mitarbeiterin- nen der Fernleihe erfordert gegenüber dem konventionellen Verfahren, also der Handhabung der Karteien, etwa genauso viel Zeit; bibliographiert wird wie bisher unter Nutzung der diversen Datenbanken und sonstigen Bibliographien. Grundlage des Bibliographierens ist ein ausgedruckter Fernleihschein, der die Daten enthält, die die Benutzer eingegeben haben. Die Verbesserung liegt vor allem darin, daß ein deutlich besserer Überblick über alle Vorgänge besteht. Es können mit wenigen Anfragen die gesamten Bearbeitungszustände aller laufenden Bestellungen ermittelt werden. Wir können die einzelnen Fernleihbestellungen gezielt ohne Blättern in Karteien heraussuchen. Die Rationalisierungseffekte treten ganz deutlich in dem Bereich auf, in dem wir die Lieferungen ausgeben, das ist im Bereich der Ortsleihe, wo von mor- gens 8.00 Uhr bis abends 23.00 Uhr Fernleihlieferungen ausgegeben und zurückgenommen werden können. Alle Bände, die wir in der nehmenden Fernleihe bekommen, werden über das Verbuchungssystem ausgeliehen, das damit auch die gesamten Termine überwacht und die Benutzer automatisch informiert, wenn Fristen verstreichen usw. Wir verbuchen bei der Ausgabe übrigens auch Zeitschriftenaufsatzkopien, was zu einem gewissen Mehrauf- wand führt; wir können aber nun eine komplette Statisitik automatisch führen und außerdem bei Reklamationen über angeblichen Nichterhalt einer Kopie den Nachweis führen, daß und wann diese ausgegeben wurde. Dies ist bei forschungsintensiven Benutzergruppen, wo es viele Ansprechpartner gibt, hilfreich. Da es noch keine Bibliotheken gibt, die ILL-gerechte, d. h. normgerechte Fernleihsysteme betreiben, müssen wir die versandfertigen Fernleihbestellun- gen ausdrucken; wir produzieren - auf rosa Papier! - die derzeit wohl schön- sten Fernleihscheine, wofür wir bereits viele positive Rückmeldungen von anderen Bibliotheken bekommen haben. Hoffentlich ist dieser Zustand nur von begrenzter Dauer, denn alle Bibliotheken streben ja wohl den Ersatz der gedruckten Bestellungen durch elektronische Bestellungen an. In unserem System exisitieren die gesamten Programme zum Umsetzen der Bestelldaten in protokollgerechte Fernleihbestellungen, die dann auf der Grundlage des Internet-Protokolls (TCP/IP) versandt werden können. BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 3 443
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