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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Erschließung könnte. Die Antwort darauf wurde auf dem zweiten Metadaten-Workshop formuliert, der im April 1996 in Warwick, England stattfand. Das Warwick Framework Der auf dem zweiten Metadaten-Workshop erarbeitete Vorschlag des nach dem Veranstaltungsort benannten Warwick Frameworks stellt selbst kein wei- teres Metadatenformat dar, sondern es handelt sich um ein theoretisches Mo- dell, das eine Container-Architektur beschreibt, die in der Lage ist, verschie- dene ,,Pakete" unterschiedlicher Arten von Metadaten logisch in sich zu verei- nen. Diese können weit über die im Dublin Core Set festgelegten Elemente hinausgehen, ohne daß dieses selbst verändert oder erweitert werden müßte. Pakete in einem solchen logischen Metadaten-Container könnten z. B. fol- gende Informationen enthalten: · die Elemente des Dublin Core Sets für die Beschreibung des Objekts · server- oder anbieterspezifische Beschreibungselemente · Angaben über Grundlagen und Bedingungen für die Benutzung eines Do- kuments · Angaben über die Bewertung eines Dokuments · Angaben über Authentifizierung und Datenintegrität · Herkunft der Metadaten · evtl. den vollständigen Inhalt des Dokuments · evtl. Angaben über Archivierung Ebensowenig wie diese Auswahl bereits eine definitive Festlegung möglicher Metadatenpakete darstellt, müssen umgekehrt auch nicht alle genannten Pakete für die Beschreibung eines Dokuments / Objekts vorhanden sein. Allerdings wurden die Datenelemente des Dublin Core Sets als minimale Ebe- ne der Beschreibung festgelegt. Jedes dieser Pakete muß für sich allein identifizierbar, codierbar und adressierbar sein. Für den externen Anwender muß der Zugriff auf eine Liste der vorhandenen Metadatenpakete und Meta- datentypen möglich sein. Die zusätzliche Übertragung von Metadatenpake- ten, die nur für interne Zwecke bestimmt sind, ist dabei ausdrücklich zugelas- sen. Der gesamte Vorschlag des Warwick Frameworks bezieht sich aus- schließlich auf die allgemeine Architektur von Metadatenträgern; die Festle- gung und Entwicklung der Syntax jedes einzelnen Metadatenpakets liegen in der Verantwortung der Anwender. Das Modell des Warwick Frameworks vereinigt große Flexibilität in der Dar- stellung und Übertragung auch komplexer Metadatenschemata mit den einfa- chen, vom Autor oder Produzenten selbst zu erstellenden Beschreibungsele- menten des Dublin Core Sets, das seinerseits wiederum Kompatibilität mit 418 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 3
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