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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Benutzung _______________________________ THEMEN Die Kommission möchte auf die 1995 erschienene Auflage des von Leslie R. Morres herausgegebene ,,Interlibrary Loan Policies Directory" aufmerksam machen. Dieses Directory enthält präzise Angaben zu Kosten und Zahlungs- modalitäten der einzelnen Bibliotheken und ist somit hilfreich für den Leihver- kehr mit den Vereinigten Staaten von Amerika. In diesem Zusammenhang ist das auf dem IFLA-Kongreß in Peking gehaltene Referat von Mary A. Jackson ,,Measuring the Performance of Interlibrary Loan Operations in North American Research and Academic Libraries" interessant. Nach der Studie von 1993 belaufen sich die Kosten einer positiv erledigten Lejhyerkehrs-Transaktion auf rund US-$ 30 von denen $ 19 auf die nehmende und $11 auf die gebende Bibliothek entfallen. Der Personalanteil liegt dabei knapp über % der Kosten. So konnte bei der Erhebung ein Kostenanstieg von 100% in den letzten zehn Jahren festgestellt werden. Bei diesen Ergebnissen, die gewicntet, d. h. auf ihre Vergleichbarkeit abgestimmt, mit dem im Zuge von SUBITO ermittelten deutschen Kosten (s. Günter Beyersdorff: Was kostet die Fernleihe? Berlin, DBI 1996) verglichen werden sollten, zeigt sich, daß zwei Fernleihen in den USA ungefähr soviel kosten wie eine Neuerwerbung. Auch Frankreich überdenkt und reorganisiert derzeit den Leihverkehr, wie die Bibliothèque Nationale Mitte des Jahres in einem Rundschreiben mitgeteilt hat. Die Staatsbibliothek zu Berlin hatte angesichts dieser Situation eine Um- frage über die einschlägigen Listen im Internet nach den derzeitigen Praktiken im nehmenden Leihverkehr mit Frankreich und nach den Erfahrungen mit der französischen Entgeltordnung gestellt. Bis zur Kommissionssitzung lagen 12 Antworten aus deutschen Bibliotheken und eine aus der Schweiz vor. Als Ergebnis wurde vorgestellt, daß alle deutschen Bibliotheken ihre Monographi- en-Bestellungen bisher an das Centre de Prêt der Bibliothèque Nationale schickten bzw. ihre Dissertationen direkt bei den Hochschulbibliotheken be- stellen. Die Schweizer Bibliothek bestellt Monographien direkt aufgrund der Bestandsnachweise in SIBIL-France. Die Mehrzahl der deutschen Bibliothe- ken schickt auch die Zeitschriftenbestellungen an das Centre de Prêt. Dieses rechnet über Vignetten ab. Das als landeseinheitliches Abrechungssystem geplante Verfahren wird jedoch nur zum Teil von den französischen Bibliothe- ken akzeptiert. Es werden folglich Rechnungen erstellt und unterschiedlich hohe. Gebühren gefordert, die den Schluß zulassen, daß die Situation in Frankreich ähnlich uneinheitlich wie in Deutschland ist. Zu diesen Leihverkehrsfragen hat es bereits Informationen der Kommission in BIBLIOTHEKSDIENST 1996, H. 12, S. 2014 - 2015 gegeben. Im Nachgang:zu dem Vortrag von Graham P. Cornish in Peking über das IFLA-Voucher wurde nochmals über die Vor- und Nachteile dieses Vouchers diskutiert. Bislang wurden über 3.600 Vouchers weltweit verkauft von 100 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 1 33
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