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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Erschließung _____________________________ THEMEN Metadaten Beziehungen zwischen Dublin Core Set, Warwick Framework und Datenformaten Volker Henze, Michael Schefczik Gäbe es im bibliothekarischen Bereich so etwas wie eine Entsprechung zur Wahl des Wortes des abgelaufenen Jahres 1996, so wäre der Begriff Metada- ten mit Sicherheit einer der Favoriten auf den Titel. Zur gleichen Zeit ist jedoch in weiten Kreisen des Bibliothekswesens immer noch eine gewisse Unsicher- heit darüber zu verzeichnen, was denn unter dem Begriff Metadaten eigentlich zu verstehen ist und wozu sie nützlich sind. Zu diesem Informationsdefizit trägt zu einem gewissen Grad sicherlich auch der Umstand bei, daß im Inter- net zwar eine Reihe wichtiger Dokumente zum Thema Metadaten verfügbar und über den Metadaten-Server der SUB Göttingen (http://www2.sub.uni- goettingen.de) auch leicht zugänglich sind. Fast ausnahmslos handelt es sich dabei bislang jedoch um englische Texte, denen hier daher eine deutsche Darstellung zur Seite gestellt werden soll. Was sind Metadaten? Grundsätzlich besagt der Begriff Metadaten erst einmal nur ganz generell, daß es sich um Daten über Daten handelt. Metadaten enthalten Angaben über Form und Inhalt von Dokumenten oder Objekten. Im großen und ganzen sind Metadaten also gleichbedeutend mit einer bibliographischen Beschreibung. Sie finden nicht allein im Bibliotheksbereich Anwendung, sondern z. B. auch in Archiven, Museen oder den Dokumentverwaltungssystemen anderer öffent- licher Einrichtungen und privater Firmen. Metadaten können Teil des Dokuments oder Objekts sein, auf das sie sich beziehen, oder aber auch getrennt davon vorliegen. Vertrautestes Beispiel aus dem bibliothekarischen Bereich sind die traditionellen Katalogaufnahmen gedruckter Publikationen, sei es nun in Form eines CIP-Eindrucks im Doku- ment selbst oder eines Datensatzes in der Katalogdatenbank eines Biblio- thekssystems. Metadaten werden generell gebildet, um die Verwaltung von Dokumenten oder Objekten sicherzustellen und den Zugriff auf sie zu ermöglichen. Mehr noch als für herkömmliche Dokumente gilt das für elektronische bzw. digitale Dokumente und Objekte, die in den unterschiedlichsten, z. T. nicht miteinan- der kompatiblen Formen und Formaten vorliegen können: z. B. als Textdatei- en, Bilddateien, Sounddateien, Videodateien. Doch schon für text-basierte BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 3 413
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