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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Beruf ________________________________ THEMEN Im Lehrgebiet Bibliotheksmanagement wird die Notwendigkeit einer gründli- chen Planung technologischer Infrastrukturen für eine effiziente Servicelei- stung verdeutlicht; Kosten-Nutzen-Analysen, moderne Controlling-Techniken und Folgekostenberechnung werden als essentielle Bestandteile bibliothekari- scher Aktivitäten vermittelt. Orientiert am allgegenwärtigen Sparzwang werden nicht nur die neuesten Hard- und Softwarelösungen für Bibliotheken diskutiert, sondern insgesamt werden informationstechnologische Neuheiten unter dem Aspekt kostengün- stiger Effizienzsteigerung von Bibliotheksdienstleistungen betrachtet. Im Lehr- gebiet Bibliotheksinformationsmanagement werden verschiedene Verfahren zur Analyse von Betriebsabläufen erläutert, die Interdependenz von Einzelab- läufen bei einem EDV-gestützten integrierten Geschäftsgang hervorgehoben. Information wird auch in diesem Zusammenhang als ein marktfähiges Gut gewertet, dem, gestützt auf moderne DV-Technologie, steigende Bedeutung auf dem Markt zukommt. Die rechtliche Brisanz der elektronischen Dokumentenlieferung, Aspekte der Urheberrechte der Verlage oder Herausgeber werden mit in die Diskussionen einbezogen. Bei allem Nachdruck, der am Humboldt-Institut auf der Ausbildung zur wis- senschaftlichen Bibliothekarin/ zum wissenschaftlichen Bibliothekar auf mo- derne Wissensbereiche gelegt wird, haben die klassischen Lehrgebiete wie z. B. Formal- und Sacherschließung nicht an Bedeutung verloren - ganz im Gegenteil. Doch wird die Katalogisierung von Literatur nicht nur unter konven- tionellen Gesichtspunkten betrachtet, auch das ,,Herausfischen" von digitali- sierten Werken im Internet und ihr vollständiges Bibliographieren mittels Me- tadaten wird erläutert. All diese Lehrinhalte stehen unter dem Motto, daß auf nationaler wie internationaler Ebene die Kommunikation zwischen den Biblio- theken in Zukunft nahezu ausschließlich über Rechner- und Datennetze erfol- gen wird. Die Ausbildung am IfB ist eine gute Vorbereitung,-um den Heraus- forderungen moderner Bibliothekstechnologie gewachsen zu sein, trägt es doch dem hohen Innovationstempo im Informations- und Kommunikations- wesen Rechnung. Eine Bemerkung zu den eingangs erwähnten Praktika sei am Schluß noch gestattet. Für einige Bibliothekare ist die Dauer der Praktika Ansatzpunkt zu Skepsis. Berechtigt wäre sie, hätte man bei der Wahl der Studiengänger nicht die längjährige Erfahrung im Bibliothekswesen als ein Selektionskriterium herangezogen. Dieses Studium wird wesentlich durch unsere Bibliothekser- fahrung mitbestimmt. Dem Lehrkörper des Institutes bieten unsere Biblio- thekskenntnisse eine solide Basis, um Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. Die Erarbeitung der angebotenen Theorie wird dadurch erleich- BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 3 403
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