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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Technik ______________________________ THEMEN Im Mai 1992 stellte die US-Firma Symbol Technologies einen neuen hochver- dichteten Barcode für größere Informationsmengen vor, den PDF 417 (Pro- table Data File). Er sollte den besonderen Nachteil der bisherigen Barcodie- rungen, die geringe Speicherkapazität, kompensieren. Der neue zweidimen- sionale Code verspricht durch Datenstapelung eine Zeichendichte bis zu 300 Codewörtern pro Quadratinch, dies entspricht 46,5 Zeichen pro Quadratzen- timeter. Die Informationskapazität und der Aufbau der Informationsspeiche- rung bei PDF 417 ist eine Kombination des Dateninhaltes (binary, integer, numeric und ASCII). Die für den Code PDF 417 benötigten Barcode-Labels können wie bei den oben aufgeführten Beispielen auf einem normalen Strich- code- oder Laserdrucker erzeugt werden. Bis zu 9 verschiedene Sicherheits- stufen können gewählt werden. Diese Sicherheitsstufen haben den Vorteil, daß alle Daten auch nach einer 50%igen Zerstörung des Datenträgers (Ver- schmutzung, Zerreißen oder Überkleben) noch vollständig wiederhergestellt und gelesen werden können. Letzteres die Aussage einer Presseinformation von Symbol Technologies. Auf der Hannover Messe CEBIT 096 präsentierte die Firma Marco/Augsburg21 das STOCKOSS-System, ausgehend von der Symbologie PDF 417 der Firma Symbol Technologie. Das System bietet eine komplette Anwendungsreihe von der Drucksoftware, für die Verschlüsselung unterschiedlichster Datenarten, deren Vertraulichkeit auch durch die PDF-Codierung besonders gesichert wird, bis hin zu einer Auswahl von Lesegeräten. Bei letzten wird betont, daß alle PDF-Lesegeräte auch die herkömmlichen Stabcodes lesen können. Den endgültigen Anstoß zu dem vorliegenden Bericht gaben zwei Anwender- beispiele für die PDF-Codierung in der neuen Fachzeitschrift ident3'. So wur- den Anfang 1991 Entwickler bei dem Pharmaunternehmen Boehringer Mann- heim GmbH4' auf den dann dort Matrix-Barcode genannten PDF 417 aufmerk- sam. Integrierte Fehlerkorrektur bzw. Redundanz und begrenzt diagonale Lesbarkeit, d. h. der Lesestrahl muß nicht exakt Zeile für Zeile parallel abta- sten, gaben letztlich den Ausschlag für eine Entscheidung zu Gunsten der neuen Codierung; Vorteile, die für die Boehringer Labordiagnostik neben der Verschlüsselungskapazität von Bedeutung sind. Das zweite Anwenderbeispiel betraf den Barcodeeinsatz im Paketdienst und Speditionsbereich, sein Nutzen betraf Sendungsverfolgung, Qualitätskontrolle und Kundenservice5'. Hier ga- ben neben der hohen Kapazität der Verschlüsselung Paketstück-ldentifikation und Datensicherheit den Ausschlag für den Einsatz der PDF-basierenden Codierung. In den Umschlagzentren der Speditionen werden die Pakete mit Hilfe der im barcodierten Routingslabel hinterlegten Daten gesteuert. Im Durchlauf wird das Label von stationären Lesegeräten erfaßt, dessen Routingsinformationen BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 2 261
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