Path:
Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Recht ________________:_______________ THEMEN per Postversand oder Fax. Der Kunde erhält das Dokument in jedem Fall als Hardcopy. In der Bibliothek wird die Zwischenkopie vernichtet. Es ist vorgesehen, künftig für die Übermittlung ein Faxgerät der Gruppe 4 (im folgenden ,,PC-Fax") einzusetzen, vorausgesetzt, auch der Kunde verfügt über ein solches Gerät. Vorteil des PC-Fax-Einsatzes ist zum einen die sechsfache Übermittlungsgeschwindigkeit. Zum anderen ermöglicht das PC-Fax die Aus- gabe des Dokumentes in digitaler Form, so daß der Kunde das erhaltene Dokument z. B. in einer eigenen internen Datenbank speichern und seinen Mitarbeitern den Abruf des Dokumentes zur Weiterbearbeitung erlauben kann. Darüber hinaus soll das System automatisch die Suche des Volltextdokumen- tes in einem elektronischen Archiv auslösen und dessen Bereitstellung und Übermittlung veranlassen. Die Abrechnung erfolgt in der Weise, daß die Kundenrechnung in der Biblio- thek vollautomatisch elektronisch erstellt, über Datenfernverarbeitung an das FIZ Karlsruhe geleitet und von dort die Rechnung aus allen Lieferungen der verschiedenen Lieferanten erstellt und an den Kunden weitergeleitet wird. Zur Zeit läuft ein erster Test an, in dem Erfahrungen gesammelt werden sol- len, bevor das'Projekt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. 3. Urheberrechtliche Aspekte Anwendbarkeit deutschen Urheberrechts Da der Dienst AutoDoc z.Z. in Zusammenarbeit mit deutschen Document Suppliern angeboten wird, soll die Rechtslage nach deutschem Urheberrecht beurteilt werden. Werkcharakter der Volltextdokumente Die urheberrechtliche Problematik stellt sich natürlich nur, wenn das über das Bestellsystem des FIZ Karlsruhe bestellte Dokument als persönliche geistige Schöpfung gemäß § 2 Abs. 2 UrhG2) ein urheberrechtlich geschütztes Werk darstellt. Davon soll im folgenden ausgegangen werden. Vervielfältigungshandlung Die Ausführung der Bestellung durch die Bibliothek macht die Herstellung von Vervielfältigungsstücken erforderlich. Ein erstes Vervielfältigungsstück ent- steht mit der Herstellung der zu versendenden Kopie des bestellten Dokumen- tes bzw. mit der Herstellung einer Zwischenkopie des per Telefax zu übermit- telnden Dokumentes. Sofern das Dokument per Fax4 übermittelt wird, muß das Dokument eingescannt werden, was ebenfalls als Vervielfältigungshand- lung anzusehen ist. Diese Vervielfältigungen sind nach § 16 dem Urheber BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 12 2349
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.